"Big Brother": Streit um Zlatko - DER SPIEGEL
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"Big Brother" Streit um Zlatko

Das Glück läuft Zlatko, dem ersten "Big Brother"-Star, nicht mehr hinterher. Seine angestrebte "Karriere" als Schauspieler ist ins Stocken geraten.
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Hamburg - Seit November ist sie fertig, am 7. Dezember hätte sie eigentlich in 600 deutschen Kinos anlaufen sollen: Die Detektiv-Klamotte "Mr. Boogie", in der "Big Brother"-Held Zlatko Trpkovski, 25, einen schusseligen Privatermittler mimt. Statt eines baldigen Leinwandstarts droht nun eine gerichtliche Auseinandersetzung um das 4,9 Millionen Mark teure Werk.

Die Pulheimer Produktionsfirma Ena-Film will die Verleihfirma Highlight beim Münchner Landgericht auf 14,8 Millionen Mark Schadensersatz verklagen. "Die Klageschrift ist fertig", sagt Ena-Geschäftsführerin Vesna Jovanoska, die bei dem Streifen auch Regie führte. Die hohe Summe erklärt sie mit entgangenen Einnahmen an der Kinokasse und geplatzten Verträgen, so habe etwa die Bertelsmann Music Group zum Filmstart eine Single herausbringen wollen. Der letzte Vorschlag von Highlight, den Film, in dem auch Sunnyi Melles mitspielt, nun mit 100 Kopien zu starten, sei "nicht akzeptabel".

Der Verleiher will den Film nicht groß promoten, weil er einen Megaflop befürchtet: "Wir haben eine Komödie eingekauft", sagt Paul Graf aus der Geschäftsleitung der Highlight Communications, "was wir gesehen haben, war nicht lustig und künstlerisch mangelhaft umgesetzt." Man habe den Produzenten daher auch Geld für einen Nachdreh angeboten, was Ena-Film aber abgelehnt habe. Der Klage, so Graf, sehe man deshalb "sehr gelassen" entgegen, die Schadensersatzforderung sei "jenseits von Gut und Böse".