Bikini-Verbot bei Miss-World-Wahl - DER SPIEGEL
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Miss-World-Wahl: Bikinis verboten

Foto: Bullit Marquez/ AP

Schönheitswettbewerb Bikini-Verbot bei Miss-World-Wahl

Die Wettbewerbskategorie Bademoden ist bei den Wahlen zur Miss World besonders populär. In diesem Jahr müssen die Zuschauer jedoch auf Kandidatinnen in Bikinis verzichten - aus Rücksicht auf die islamischen Sitten des Gastgeberlandes.
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Jakarta - 137 Frauen treten in Indonesien an, um zur Miss World gekürt zu werden. Im Kampf um den Titel müssen die Kandidatinnen in diesem Jahr auf ein Kleidungsstück verzichten: den Bikini. Aus Rücksicht auf die islamischen Landessitten ist der Zweiteiler bei dem Schönheitswettbewerb tabu.

Stattdessen sollten die Kandidatinnen auf traditionelle Strandbekleidung wie Sarongs zurückgreifen, erklärten die Organisatoren des Events auf der Touristeninsel Bali. Sie wolle "niemanden verärgern oder in eine Situation kommen, wo wir uns respektlos verhalten", sagte Miss-World-Chefin Julia Morley. Die Gepflogenheiten aller teilnehmenden Länder müssten deshalb beachtet werden.

Der indonesische Ulema-Rat, das höchste islamische Gremium des Landes, hatte zuvor eine Absage der Großveranstaltung gefordert. In den Augen der religiösen Sittenwächter fördert der Schönheitswettbewerb "Hedonismus, Materialismus und Konsumismus" und lebt der muslimischen Jugend falsche Vorbilder vor.

Die Organisatoren des Events beteuern indes, ihre Entscheidung gegen Bikinis sei keine Reaktion auf Beschwerden gewesen. Präzise Vorgaben für die bei Zuschauern besonders populäre Wettbewerbskategorie Bademoden wurden bislang noch nicht formuliert. Der Wettbewerb soll im September stattfinden.

Indonesien ist das weltgrößte Land mit vornehmlich muslimischer Bevölkerung. Bali mit seiner mehrheitlich hinduistischen Bevölkerung ist eine Ausnahme. Als wichtigster Touristenmagnet des Landes zieht die Insel jährlich Millionen Urlauberinnen an, von denen sich viele in knapper Badebekleidung am Strand präsentieren.

wit/AFP