Bild des Tages: Alles Gute zum Geburtstag - DER SPIEGEL
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Bild des Tages Alles Gute zum Geburtstag

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?
Foto: AP

Im indischen Dharamsala hängen Flüchtlinge aus Tibet Gebetsfahnen auf. Grund dafür ist der 67. Geburtstag des Dalai Lama.

Die Exiltibeter betragten das Altern ihres weltlichen und geistlichen Führers mit Sorge. Wenn der Körper des 14. Dalai Lamas eines Tages stirbt, verlieren die Tibeter nicht nur das Gesicht ihrer Bewegung, dem tibetischen Buddhismus droht auch eine Spaltung. Wie beim Panchen Lama, dem zweithöchsten Würdenträger Tibets, könnte Peking versuchen, die Wiedergeburt des Nachfolgers zu kontrollieren.

Sollte Tibet bis zum Tod des Dalai Lama immer noch von China besetzt sein, werde der 15. Dalai Lama "außerhalb des chinesischen Herrschaftsgebietes" wiedergeboren werden, erklärte der Dalai Lama vor kurzem. Ähnliche Ankündigungen hatte er in den vergangenen Jahren gemacht. Die Formen seiner möglichen Inkarnationen seien vielfältig. "Der nächste Dalai Lama könnte ein Inder, ein Europäer oder ein Afrikaner sein, auch eine Frau. Der Körper ist nicht wichtig", sagte der Dalai Lama.

Dem tibetischen Buddhismus zufolge wird der Dalai Lama nach seinem Tod in einem Gottkind wiedergeboren. Die Suche nach der Reinkarnation erfolgt durch eine aufwendige religiöse Zeremonie, bei der sich hochrangige Mönche in Trance begeben und ein Orakel befragen. Der derzeitige Dalai Lama wurde 1937 in der Nähe des Klosters Kumbum im früheren Osttibet entdeckt. Der damals Zweijährige erkannte angeblich die Rosenkränze und Trommeln des verstorbenen 13. Dalai Lamas.

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