Bilder der Woche Trübe Brühe
»Stop Killing Us«
Mehrere brutale Morde an Frauen erschüttern Kenia. Aus Protest gegen die Gewalt zogen Tausende Menschen durch die Straßen der Hauptstadt Nairobi. Einige Demonstrantinnen hielten Plakate mit Fotos ermordeter Frauen hoch, andere skandierten Slogans wie »Das Patriarchat tötet« und »Frau sein darf kein Todesurteil sein«. »Femizid ist die brutalste Form der geschlechtsspezifischen Gewalt«, hießt es von der Menschenrechtsorganisation Amnesty International anlässlich des Protestmarschs in Nairobi.
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Ohne Handschuhe, aber mit Mama
Der Hosenbund mit der Aufschrift »Mum« gehört zum Briten Peter Hayes. Ende Januar stand er bei einem Boxkampf in der Londoner O2-Arena im Ring – allerdings ohne Handschuhe. Die gehören beim Boxsport eigentlich seit 1892 dazu, beim sogenannten »bare-knuckle boxing« sind sie jedoch verboten. Die Boxer kämpfen mit blanken Händen gegeneinander.
Nicht weinen
Schaut man auf die Wirtschaft, müsste dieser Wandmalerei am Bahnhof Oriente in Lissabon bald im übertragenen Sinne die Tränen getrocknet werden. Im letzten Quartal 2023 ist die portugiesische Wirtschaft wieder leicht gewachsen. Im Gesamtjahr dürfte das Bruttoinlandsprodukt um 2,3 Prozent zugelegt haben. Gleichzeitig hat der Tourismussektor – einer der wichtigsten Wirtschaftsfaktoren – mit 30 Millionen Gästen und 77,2 Millionen Übernachtungen 2023 einen neuen Rekord geknackt.
In letzter Minute
Beim Spiel der Handball-EM nahmen die Niederlande 25 Sekunden vor Schluss eine Auszeit. Portugal lag zu diesem Zeitpunkt mit nur einem Tor vorne. Kurz vor Schluss gelang den Niederländern dann der Ausgleich zum 33:33-Endstand. Die Niederlande hatten schon vor der Partie als Gruppenletzter festgestanden, Portugal reichte das Remis nicht zum Weiterkommen, da Slowenien später am Abend überraschend gegen Dänemark gewann. Das konnte der Portugiese Pedro Portela nicht ahnen, als er den niederländischen Spieler Luc Steins tröstend in den Arm nahm.
I Fell good
Jahr für Jahr feiern das Dorf Zubieta und die Nachbarstadt Ituren gemeinsam Karneval. Die Verkleidungen sind dort allerdings ein bisschen weniger vielfältig als in Deutschland. Schafsfelle, bunte Halstücher und Kuhglocken gehören in der Region Navarra zur jecken Uniform.
Pomp-astisch
Gäste nehmen im königlichen Palast in Stockholm an einem Staatsdinner mit Emmanuel Macron teil. Der französische Präsident stattete Schweden – das nach dem russischen Angriff auf die Ukraine gemeinsam mit Finnland eine Nato-Mitgliedschaft beantragt hatte – einen zweitägigen Staatsbesuch ab. Zentrales Thema auf der Agenda: Verteidigung. Finnland wurde Anfang April vergangenen Jahres als 31. Mitglied im Bündnis willkommen geheißen, Schweden wartet noch.
Katzen-Content
In der Serpentine South Gallery in London betrachten zwei Mitarbeiterinnen ein ausgestelltes Werk der US-Künstlerin Barbara Kruger. »Untitled (No Comment)« aus dem Jahr 2020 gehört zur ersten Einzelausstellung der Konzeptkünstlerin in der englischen Hauptstadt seit über 20 Jahren.
Tödliche Show
Menschen protestieren in Mexiko-Stadt gegen die Wiederaufnahme von Stierkämpfen. Zuvor hatte der Oberste Gerichtshof ein früheres Verbot aufgehoben. Dann fand der erste Stierkampf nach gut eineinhalb Jahren Pause statt, mehr als 41.000 Zuschauer verfolgten diesen in der weltweit größten Stierkampfarena Plaza de Toros México. Kurz darauf wurde die umstrittene Tradition erneut verboten. Bei einem Gerichtstermin im Februar soll nun über ein mögliches endgültiges Verbot der Stierkämpfe diskutiert werden.
»Nie wieder«
Die Holocaustüberlebende Margot Friedländer nimmt an der Gedenkstunde des Deutschen Bundestages für die Opfer des Nationalsozialismus teil. Neben ihr hören Josef Schuster (2. v. r.), Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, der frühere Bundestagspräsident Norbert Lammert und Ex-Bundespräsident Horst Köhler (l.) zu. »›Nie wieder‹ war, ist und bleibt eine Aufgabe für unsere gesamte Gesellschaft«, sagte Parlamentspräsidentin Bärbel Bas. Am 27. Januar 1945 hatten sowjetische Truppen die Überlebenden des deutschen Vernichtungslagers Auschwitz im besetzten Polen befreit. Die Nazis hatten dort mehr als eine Million Menschen ermordet, überwiegend Juden. Seit 1996 wird das Datum in Deutschland als Holocaust-Gedenktag begangen.
AfD im Fokus
Thomas Laschyk, Chefredakteur und Geschäftsführer des Blogs »Volksverpetzer«, blickt vor der Übergabe der Petition »AfD-Verbot prüfen!« an Bundesratspräsidentin Manuela Schwesig in die Box, in der der USB-Stick mit den Unterschriften liegt. Rund 800.000 Menschen haben seit Start der Petition am 14. August 2023 auf der Petitionsplattform unterzeichnet. Hunderttausende Menschen gehen seit Tagen gegen Rechtsextremismus und die AfD auf die Straße.
Zurück zu Hause
Eine traditionelle nepalesische Maske wird bei einer Pressekonferenz in Kathmandu präsentiert. Der nepalesischen Regierung ist es nach langen Verhandlungen gelungen, die Rückgabe von über Jahrzehnte geraubten Artefakten aus US-Museen wie dem Rubin Museum of Art, dem Dallas Museum of Art und dem Brooklyn Museum durchzusetzen.
Wintersommer
Eiscreme, Shorts und Sonnenbrille ist der momentan angezeigte Januarlook in Barcelona. Kaum verwunderlich, die Temperaturen lagen in den vergangenen Tagen um die 16 Grad.
Bunte Häuser
Die britische Stadt Bristol ist für ihre bunten Häuser bekannt – gleichzeitig gehören die Mieten dort zu den höchsten des Landes. Großbritannien leidet derzeit unter besonders hoher Inflation. Im Winter müssen sich viele Bürger zwischen »Heating or Eating« entscheiden – Heizen oder Essen.
Schwarze Brühe
Der Río Paraguay hat ein Problem. Um die Hauptstadt Asunción herum fließen viele Abwässer in den mehr als 2500 Kilometer langen Fluss. Manche hält das trotzdem nicht davon ab, dort zu angeln.
Alle Lampen an
Verkleidete begehen unter abendlicher Beleuchtung den legendären Karneval in Venedig.
Rauchzeichen
Touristen in Argentinien blicken vom Wasser auf den aufsteigenden Rauch eines Waldbrandes im Nationalpark Los Alerces. Zum Zeitpunkt der Aufnahme am 28. Januar hatte das Feuer bereits rund zweieinhalb Quadratkilometer Wald verheert. Auch am 1. Februar ist der Brand noch nicht unter Kontrolle. In der Zwischenzeit sind fast 200 Quadratkilometer Wald zerstört.
Weiße Rosen zum Gedenken
Am internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust werfen Menschen bei der Gedenkstätte Ravensbrück weiße Rosen in den Brandenburger Schwedtsee. Von 1939 bis 1945 stand in dem Ort bei Fürstenberg das größte Frauen-Konzentrationslager.
Kein Ende in Sicht
Rauch steigt während einer israelischen Bodenoffensive hinter Zelten in der umkämpften Stadt Chan Junis im Gazastreifen auf. Hier stehen sich israelische Truppen und Kämpfer der Terrororganisation Hamas gegenüber. Auslöser des Gazakriegs war das schlimmste Massaker in der Geschichte Israels, das Terroristen der Hamas und anderer extremistischer Gruppen am 7. Oktober verübten. Sie ermordeten dabei etwa 1200 Menschen. Seit Kriegsbeginn sind nach Angaben der von der Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörde bereits mehr als 27.000 Palästinenser im Gazastreifen getötet und über 66.000 verletzt worden.
Angriffe gegen Handelsschiffe
Ein Bewaffneter der Huthi-Milizen tritt bei einer Kundgebung in Sanaa auf eine US-Flagge. Die von Iran unterstützten Milizen haben in den vergangenen Monaten zahlreiche internationale Handelsschiffe in der Region attackiert, denen sie Verbindungen zu Israel vorwerfen. Nach SPIEGEL-Informationen bereitet die Bundeswehr eine deutsche Beteiligung an der EU-Mission zum Schutz von Handelsschiffen im Roten Meer vor.
Nichts fährt mehr
Junge französische Landwirte gehen östlich von Paris an Traktoren auf der Autobahn vorbei. Die Bauern setzen ihre Proteste mit Blockaden von straßen und Autobahnzufahrten nach Paris sowie Demonstrationen vor staatlichen Gebäuden fort. Inzwischen hat die Regierung Hilfe zugesagt. Gewerkschaften riefen die Bauern auf, die Blockaden zu beenden.
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Yoan Valat / EPA