Die Bilder der Woche Und nun?
Gute Miene zur bösen Mine: Anhänger der indigenen Mura erscheinen zu Beratungen im Planalto-Palast in Brasiliens Hauptstadt Brasília. Es geht um den Bau der größten Düngemittelmine Lateinamerikas im Amazonas-Regenwald, Brasiliens Regierung sieht darin ein wichtiges Wirtschaftsprojekt, die Mura sind sich uneins über die Umweltauswirkungen.
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Nebel bedeutet – kein Sturm: Der Hamburger Hafen im Nebel. Vom Beginn der Sturmflut-Saison hat die Hafenstadt noch nicht allzu viel mitbekommen. In Hamburg wird eine Überschwemmung zur Sturmflut, wenn der Pegel St. Pauli den Wert von 3,40 Meter über Normalnull überschreitet. Ab 4,50 Meter wird von einer schweren, ab 5,50 Meter von einer sehr schweren Sturmflut gesprochen.
Tempel-Drag
Nymphia Wind und eine weitere Dragqueen warten auf ihre Vorstellung in einem Tempel in Taipei. Taiwan gilt als LGBTQ+-freundlich - gleichgeschlechtliche Paare dürfen seit 2019 heiraten und seit 2023 Kinder adoptieren. Die Akzeptanz der Drag-Szene ist allerdings nach wie vor nicht selbstverständlich.
Versenkt: Ein durch eine Sturmflut an der Ostsee gesunkenes Boot liegt im Hafen Kiel-Schilksee im Wasser. Insgesamt lagen nach der Jahrhundertflut allein hier knapp 40 Boote auf Grund. Auch in anderen Häfen wie Damp oder Maasholm hatten Bootsbesitzer Totalverluste zu beklagen.
Land im Schock: Eine junge Frau schlägt an einem Gedenkort in Habima die Hände über ihrem Gesicht zusammen. Sie gedenkt der Opfer der beispiellosen Hamas-Terrorattacke vom 7. Oktober.
Überstundenregelung: Journalistinnen haben sich auf eine lange Nacht eingestellt – und nutzen Telefonkabinen im Longworth House Office Building als temporäre Büroräume. Dort wurde nach mehreren Anläufen der Republikaner Mike Johnson zum neuen Vorsitzenden des US-Repräsentantenhauses gewählt. Der 51-Jährige gilt als Hardliner und wird von Ex-Präsident Trump unterstützt.
Warten auf Spenden: Eine bedürftige Frau im Kiewer Untergrund wartet auf Almosen von Passanten. Die Tunnel der U-Bahnen werden von den Menschen der ukrainischen Hauptstadt regelmäßig als Unterschlupf bei russischen Luftangriffen genutzt.
Kunst in der Stadt: In Zagreb findet momentan zum dritten Mal das Kunstfestival Artupunktura statt. Die Idee: Kunst in den öffentlichen Raum zu bringen, als Inspiration, Erinnerung – oder um einen kurzen Störmoment zu verursachen. Unter anderem kann man menschengroße Collagen und Fotoessays über die Hauptstadt Kroatiens bestaunen.
Über den See: Angehörige der Volksgruppe der Intha rudern über den Inle-See im Shan-Staat in Myanmar – im Rahmen des Pagoda-Festivals tragen sie Buddha-Bilder zu einem Kloster. Die Intha leben in der Gegend des Sees, die meisten von ihnen sind gläubige Buddhisten.
»Näher mein Gott zu dir«: Die palästinensische Violinistin Jawaher al-Aqraa sitzt in ihrer Wohnung im Zentrum des Gazastreifens. Die Musik helfe ihr, der Realität in Gaza zu »entfliehen«, sagt die Musikerin. Seit Beginn der massiven israelischen Luftschläge sei sie zudem dafür da, »den Lärm der israelischen Bomben« zu überdecken.
Barrikaden gegen die Konkurrenz: Winzer organisieren am 19. Oktober 2023 auf der Autobahn an der Mautstelle von Le Boulou nahe der spanischen Grenze zu Südfrankreich eine Straßenblockade, um gegen Importe von spanischem Wein zu protestieren. Die Demonstranten fordern wirtschaftliche Unterstützung für die regionale Weinindustrie, die angesichts schwieriger klimatischer Bedingungen ein hartes Jahr hinter sich hat.
Verehrtes Waisenkind: Priester der Rumänisch-Orthodoxen Kirche tragen während einer Prozession in Bukarest die Überreste des Heiligen Dimitrie Bassarabov – Schutzpatron der rumänischen Hauptstadt. Tausende Gläubige stehen stundenlang Schlange, um die sterblichen Überreste des Heiligen zu berühren. Dimitrie Bassarabov wuchs als Waisenkind in dem Dorf Basarabovo (südlich der Donau) auf, lebte im 11. Jahrhundert und kümmerte sich um die Armen in seiner Heimat, bevor er sich als Asket in einer Höhle niederließ.
Es gruselt schon (ein klitzekleines bisschen): Bald ist Halloween. Auf einer Farm im Süden Englands bekommen Schauerlustige Kürbisse für den nahenden Tag. Dieses Exemplar wird bestimmt trotz kleiner Größe – wenn erst einmal gruselig geschnitzt – sein Werk vollbringen.
Tierischer Protest: Schäfer begleiten eine große Herde Schafe durch das Zentrum von Madrid. Sie demonstrieren damit gegen die Bedrohung alter Weide- und Wanderrechte, die durch die Zersiedelung und moderne landwirtschaftliche Produktion zunehmend bedroht sind.
Nach links zum Rechtsruck: Ein mit Klebeband fixiertes Schild im schweizerischen Meyrin zeigt in Richtung eines Wahllokals für die Parlamentswahl. Bei den Wahlen zum Nationalrat profitierte die nationalkonservative SVP von der neu angefachten Migrationsdebatte und holte 29 Prozent der Stimmen. Die Grünen hingegen wurden die größten Verlierer der Wahlen.
Dezenter Hinweis: Pakistans Ex-Premier Nawas Sharfi kehrt nach einem selbst auferlegten vierjährigen Exil in seine Heimat zurück – um ein politisches Comeback vor den anstehenden Wahlen vorzubereiten. Anhänger seiner Partei, der Pakistan Muslim League, feiern die Rückkehr großzügig mit Plakaten.
Der Herbst ist da, der Schnee nun auch: Ein Mann spaziert in der estnischen Hauptstadt Tallinn in einem Park, über ihm herbstlich gefärbte Bäume. Doch der erste Schnee der Saison gibt bereits einen Vorgeschmack auf den nahenden Winter.
VIP-Balkon: Diese Bewohner der Kleinstadt Theranda im südlichen Kosovo können von ihrem Balkon aus dem Spiel des KF Ballkani Suhareka zuschauen – und das Team ist sogar international aktiv: In der Gruppe C hat der Klub die Chance, sich für die K.o.-Phase der Conference League zu qualifizieren.