FOTOBÄNDE Bilder eines Traums
Keine Revolution wurde schöner, besser, dramatischer fotografiert als die kubanische, und darum gibt es immer wieder schöne Bildbände über das wilde Treiben zwischen Havanna und Santiago de Cuba, Ende der Fünfziger und Anfang der Sechziger. Der neueste, herausgegeben von Harald Falckenberg, vereinigt zum ersten Mal die besten Arbeiten von Liborio Noval, Osvaldo und Roberto Salas, Raúl Corrales und Alberto Korda, also der großen Fotografen der Revolution. Sie haben den Zauber des Umsturzes so festgehalten, dass die Leiden und Leichen in Vergessenheit geraten und die Helden unsterblich werden. Doch Che ist schon lange tot, und Fidel wird ihm bald folgen. Die Bilder werden auf ewig vom unerfüllten Traum erzählen, der Mensch könne den Lauf der Geschichte so umbiegen, dass dabei eine menschlichere Gesellschaft herauskommt. Wie sagte Fidel im Jahr 2000 zu den fünf Fotografen: »Nur dank euch sind wir noch da.«
»Kuba - Bilder einer Revolution«. Philo Fine Arts, EVA, Hamburg; 288 Seiten; 64 Euro.