Bilderstrecke Der Vulkan fordert Opfer
Nach Schätzungen des Kinderhilfswerks der Uno (Unicef) sind rund 200.000 Kinder - davon die Hälfte unter fünf Jahren - von dem Ausbruch des Vulkan Nyiragongo betroffen. Viele Kinder hätten in der Massenflucht am Donnerstag ihre Eltern verloren, teilte ein Sprecher der Organisation mit. Insgesamt seien rund 350.000 Menschen von der Eruption des Vulkans betroffen.
Zerdrückte Häuser, umgeknickte Bäume, ausgebrannte Autos: Nichts blieb vom Feuerstrom des Nyiragongo verschont.
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Eine kongolesische Frau geht an einem Autowrack vorbei, das in der Lava stecken geblieben ist. Sie hält die Hand vors Gesicht, um sich vor dem beißenden Rauch zu schützen.
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Hier irgendwo stand mal ihr Haus: Verzweifelt blickt eine Bewohnerin der Stadt Goma auf das rauchende Trümmerfeld, das der Lavastrom hinterließ.
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Viele Menschen sind trotz der Warnungen der Behörden in die Stadt Goma zurückgekehrt. An dieser Straßenkreuzung kamen die Lavamassen zum Stillstand.
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Was ihnen noch geblieben ist, tragen die Flüchtlinge am Leib. Die junge Frau hat eine Matratze geschnürt und trägt ihr Kind auf den Schultern.
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Nachdem die Lava erstarrt ist, kehren viele Menschen zurück, um zu sehen, was von ihren Heimen übrig geblieben ist.
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Die Flüchtlinge warten in den Lagern auf Lebensmittel. Die Versorgung mit Trinkwasser ist nach Expertenmeinung das dringendste Problem.
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Bei der Explosion einer Tankstelle kamen am Montag vermutlich mehrere Menschen um. Plünderer hatten sich zuvor am Lager der Tankstelle zu schaffen gemacht und die Benzinvorräte in Kanister gefüllt. Dabei war Treibstoff ausgetreten und mit der Glut der Lava in Berührung gekommen. Augenzeugen berichtete von mehreren Detonationen.
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Beißender Qualm und ätzende Gase wurden durch die Eruption des Nyiragongo freigesetzt.
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Noch immer wird die Villa des Ex-Diktators Mobutu von Soldaten bewacht, auch wenn es gar nichts mehr zu bewachen gibt: Das Gebäude wurde von der Lava völlig zerstört.
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40 Prozent der Stadt Goma sind zerstört.
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Inzwischen wurden erneut rund 60 Tonnen Hilfsgüter für die Vulkan-Opfer in Ostkongo auf den Weg gebracht. Es handele sich unter anderem um Trinkwasser, Medikamente Plastikplanen und Decken für Kinder.
Unterdessen wurde bekannt, dass sich die Zahl der Opfer, die bei der Explosion einer Tankstelle starben, auf bis zu 100 erhöht hat. Plünderer hatten versucht, Brennstoff anzuzapfen, offenbar sei dabei Benzin auf die noch glühende Lava gekommen und habe sich entzündet. Bis zum Nachmittag konnte das Feuer noch nicht gelöscht werden.