Internationale Studierende in Bundesländern: Beliebter Osten - DER SPIEGEL
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Gaststudierende in den Bundesländern Ostdeutsche Bundesländer bei internationalen Studierenden beliebt

Die Zahl internationaler Studierender in Deutschland steigt weiter. Neue Daten überraschen: Indien etabliert sich als wichtigstes Herkunftsland. Und Hochschulen in fast allen ostdeutschen Bundesländern sind besonders beliebt.
Studierende im Hörsaal (Symbolbild)
Studierende im Hörsaal (Symbolbild)

Studierende im Hörsaal (Symbolbild)

Foto: Peter Kneffel / picture alliance / dpa

Die deutschen Hochschulen werden immer internationaler: Rund 380.000 Studierende ohne deutschen Pass und mit ausländischem Schulabschluss waren im Wintersemester 2023/24 hierzulande eingeschrieben. Ihre Zahl hat sich damit innerhalb von zehn Jahren um mehr als 70 Prozent erhöht: 2013/14 waren es lediglich rund 220.000 gewesen.

Das zeigt der neueste Datenbericht »Wissenschaft weltoffen« , in dem der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) regelmäßig Zahlen zur studentischen Mobilität veröffentlicht. 13 Prozent der Studierenden in Deutschland sind demnach »Internationals«, also ausländische Studierende. An den Unis ist dieser Anteil etwas höher (15 Prozent) als an den Hochschulen für angewandte Wissenschaften (11 Prozent). Ein Drittel der akademischen Gäste kommt aus Asien und dem pazifischen Raum.

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Zwei Herkunftsländer ganz vorn

Indien etabliert sich dabei in der Statistik bereits seit einigen Jahren als wichtigstes Herkunftsland: 12,9 Prozent der Gaststudierenden stammen aktuell von dort, weitere 10,2 Prozent aus China. Auf dem dritten Platz der Herkunftsländer liegt die Türkei mit deutlichem Abstand: 4,8 Prozent der Auslandsstudierenden kommen aus dem Land.

Auf den ersten Blick überraschen die Zahlen auch, wenn man auf die Beliebtheit der einzelnen Bundesländer bei internationalen Studierenden schaut: Fast alle ostdeutschen Länder finden sich in der Spitzengruppe. Beim Anteil der »Internationals« an allen Studierenden liegt Brandenburg auf dem ersten Platz vor Berlin; danach folgen Sachsen und Sachsen-Anhalt. Thüringen landet auf Platz sieben.

Lediglich Mecklenburg-Vorpommern kann bei der Beliebtheit der anderen Ostländer nicht mithalten: Gerade einmal 9,4 Prozent der Studierenden dort sind aus dem Ausland, ihr Anteil ist in den vergangenen fünf Jahren – gegen den Trend – sogar leicht gesunken.

Ost-Hochschulen als »starke Magneten«

»Die ostdeutschen Hochschulen beweisen: Wer gezielt internationale Studierende anspricht, kann im globalen Wettbewerb bestehen«, sagte DAAD-Präsident Joybrato Mukherjee dem SPIEGEL. Die Gründe liegen für ihn auf der Hand: »Exzellente Lehre, attraktive Forschungsbedingungen und erschwingliche Lebenshaltungskosten – gerade bei Mieten – machen sie zu einem starken Magneten.«

Die Hochschulen nutzten ihre Standortvorteile klug und vorausschauend, um internationale Talente zu gewinnen – und damit auch die Fachkräfte von morgen, sagt Mukherjee. Und sie schaffen es mit dieser Strategie offenkundig, trotz des teilweise erheblichen Rechtsrucks für ausländische Akademikerinnen und Akademiker attraktiv zu bleiben.

him