Bischof Tebartz-van Elst droht längeres Exil - DER SPIEGEL
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Zu viele unklare Rechnungen Bischof Tebartz-van Elst droht längeres Exil

Die Auszeit von Franz-Peter Tebartz-van Elst dürfte länger dauern als erwartet. Nach SPIEGEL-Informationen wird der Prüfbericht zum Protzbau des Limburger Bischofs frühestens zu Ostern fertig. Die zuständige Kommission muss sich durch unerwartet viele Rechnungen kämpfen.
Bischof Tebartz-van Elst (Archivbild): Ergebnis frühestens zu Ostern
Bischof Tebartz-van Elst (Archivbild): Ergebnis frühestens zu Ostern

Bischof Tebartz-van Elst (Archivbild): Ergebnis frühestens zu Ostern

Foto: Daniel Reinhardt/ dpa
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Hamburg - Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst muss womöglich länger im Exil bleiben als gedacht. "In Erwartung der Ergebnisse" einer Untersuchungskommission zu seinen umstrittenen Bauvorhaben in Limburg hatte ihn der Papst im Oktober vorübergehend ins Exil geschickt.

Nach SPIEGEL-Informationen wird die Kommission ihren Abschlussbericht nicht wie geplant im Januar 2014 vorlegen. Kommissionsmitglieder rechnen mit einem Ergebnis frühestens zu Ostern, womöglich erst zum Sommerbeginn. Die Verzögerung ist auf eine unerwartet große Zahl von Rechnungen und Unterlagen zurückzuführen, die zu prüfen sind.

Die Prüfer sollen ermitteln, wieso die Kosten der Bauten auf dem Limburger Domberg auf mindestens 31 Millionen Euro gestiegen sind. Tebartz-van Elst war wegen des Protzbaus heftig kritisiert worden. Das Projekt wird auf mindestens 31 Millionen Euro veranschlagt. Die Verwaltung des Bistums wurde im Oktober auf den Generalvikar übertragen; der Bischof hält sich in einem bayerischen Kloster auf.

Die Kommission wurde von der Deutschen Bischofskonferenz eingesetzt und steht unter der Leitung des Paderborner Weihbischofs Manfred Grothe. Daneben gehören kircheninterne und externe Finanz- und Baufachleute zur Kommission. Sie sollen nicht nur die Kosten begutachten, sondern auch untersuchen, wer für die Entscheidungen bei dem Bau verantwortlich war.

ssu