Bizarrer Mordanschlag Giftschlange im Päckchen
Los Angeles - Nichts ahnend öffnete Joseff Calhoun das Paket, als er den gefährlichen Inhalt entdeckte: Eine sechzig Zentimeter lange afrikanische Speikobra, die Nervengift verspuckt, berichtete die "New York Times". Gerade noch rechtzeitig gelang es dem Mann, die Schachtel wieder zu verschließen. Dann alarmierte er die Polizei.
Calhoun könne sich den Anschlag nicht erklären, berichtet das Blatt weiter. Auf dem Paket befand sich kein Hinweis auf den Absender oder den Ort, an dem die Postsendung aufgegeben wurde. Auch ein Bekennerbrief wurde nicht gefunden. Die Schlange, nach Angaben der Beamten war sie krank, wurde im Zoo von Los Angeles eingeschläfert und als Beweismittel sichergestellt.
Dem Absender droht eine Anklage wegen versuchten Mordes.
Der Besitz giftiger Schlangen muss in Kalifornien genehmigt werden. In anderen US-Bundesstaaten gibt es eine solche Registrierungspflicht nicht.
Gerät das Gift der Speikobra in die Augen, kann es zur Erblindung führen, gelangt es in den Blutkreislauf, kann das zum Tod führen. Das starke Gift wirkt auf das zentrale Nervensystem. Zunächst führt es zur Lähmung des Atemzentrums und schließlich zum Herzstillstand.