Blutbad in Erfurt Chronik des Horrors
Erfurt - Der Erfurter
Polizeichefs Manfred Grube schilderte den zeitliche Ablauf des Amoklaufs von Erfurt aus Sicht
der Polizei:
11.05 Uhr: Notruf des Hausmeisters an die Einsatzzentrale der
Polizeidirektion Erfurt. "Hier in der Schule wird
geschossen". Ein Mann, der später als ehemaliger Schüler
identifiziert wird, schießt mit einer Pump-Gun in dem Gebäude um
sich.
11.10 Uhr: Die ersten zwei Polizisten treffen vor der Schule ein. Am
Eingang liegen Tote. Die beiden Beamten werden sofort aus dem Gebäude
heraus unter Feuer genommen. Ein Beamter erleidet tödliche
Verletzungen.
gegen 11.20 Uhr: Die Polizei riegelt das Gymnasium weiträumig ab und
setzt das Spezialeinsatzkommando (SEK) in Marsch. SEK-Beamte
beginnen, die Schule vom Keller bis zum Dach systematisch zu
durchsuchen. Den Beamten bietet sich ein Bild des Grauens. Tote
liegen auf Gängen, in Zimmern und auf einer Toilette.
Gegen 13 Uhr: In einem Zimmer wird der Amokläufer gefunden. Er
hat sich mit einer Pistole erschossen. Für Hinweise auf einen zweiten
Täter finden die Beamte zunächst keine Bestätigung.
Gegen 15 Uhr: Die letzten 180 Schüler werden aus dem Gebäude
gebracht.