Bluttat: 18-Jähriger erschlägt Eltern mit Axt - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Bluttat 18-Jähriger erschlägt Eltern mit Axt

Ein 18-Jähriger aus Kyritz in Brandenburg hat gestanden, seine Eltern mit einer Axt erschlagen zu haben. Der Staatsanwaltschaft zufolge gab er als Grund für die Bluttat an, dass Mutter und Vater seine 15 Jahre alte Freundin abgelehnt hätten.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Neuruppin - Wie die Staatsanwaltschaft Neuruppin heute mitteilte, will der junge Mann bei der Tat unter erheblichem Alkohol- und Ecstasy-Einfluss gestanden haben. Das müsse jedoch noch durch eine Blut- und Urinprobe überprüft werden, so die Staatsanwaltschaft. Das Amtsgericht Neuruppin erließ einen Haftbefehl wegen zweifachen Mordes.

Den bisherigen Ermittlungen zufolge kam es am Montagabend zu einem Streit zwischen Vater und Sohn. Der 63-Jährige habe den jungen Mann aufgefordert, die Beziehung zu dessen Freundin zu beenden. Daraufhin habe der Sohn aus einem Anbau eine Axt geholt. Zurück im Haus habe er im Flur und im Bad mehrfach auf den Kopf des 63-Jährigen eingeschlagen, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Anschließend sei der 18-Jährige ins Schlafzimmer gegangen und habe mehrfach mit der Axt auf seine im Bett liegende, 42 Jahre alte Mutter eingeschlagen. Nachdem beide Eltern tot waren, flüchtete er den Angaben zufolge zu seiner Freundin nach Wittstock (Ostprignitz-Ruppin). Beide seien dann gemeinsam weiter nach Berlin gefahren. Laut Ermittlungsbehörde gibt es keinen Hinweis darauf, dass der Mann seine Freundin entführt habe. Das hatte die 15-Jährige gestern noch behauptet.

Während sie unterwegs waren, habe die junge Frau mit einem Handy ihre Mutter angerufen und ihr von der Tat erzählt. Diese alarmierte dann die Polizei. Die anschließende Fahndung mit mehr als 250 Beamten führte gestern Morgen zur Festnahme des Mannes. Der Staatsanwaltschaft zufolge wurde die Tatwaffe inzwischen gefunden. Der 18-Jährige habe sie während der Fahrt nach Wittstock aus dem Auto geworfen.