Bodypainting-Festival Elfen im Dekolleté
Ingelheim - Adler breiten auf den Rücken der Models die Schwingen aus, Elfen fliegen über Dekolletés in Ingelheim werden Körper zur Leinwand. Beim "German Bodypainting Festival" verzieren rund 50 Künstler mit Pinsel und Schwamm die Haut ihrer Models. Am Samstag entstanden auf den Leibern Kunstwerke zum Thema "die vier Elemente", heute ist Ägypten das Thema.
Natürlich kommen die Künstler nicht nur, um ihre vergänglichen Werke zu zeigen, sondern auch, um miteinander in Wettbewerb zu treten. Und weil Körper genau wie herkömmliche Leinwände auf ganz unterschiedliche Art und Weise bemalt, besprüht und bezeichnet werden können, gibt es verschiedene Wettbewerbskategorien. Die Sieger beim "Airbrush", "Facepainting" und in der Rubrik "Special Effects" werden heute ermittelt.
Die Veranstalter rechneten im Vorfeld mit über 3000 Besuchern. Die sommerlichen Temperaturen dürften ihr Übriges tun. Für die Models ist die Hitze allerdings, trotz ihrer leichten Bekleidung, schwer zu ertragen. Schließlich müssen sie bis zu sechs Stunden relativ still stehen bleiben, wenn ihr Körper zum Kunstwerk umfunktioniert wird. Manchmal stundenlang mit ausgestreckten Armen. Große Ventilatoren sorgen zumindest für etwas Erfrischung. "Viel trinken und genug Zucker sind bei diesem Wetter extrem wichtig", erklärte eine der jungen Frauen ihre Strategie, der Herausforderung standzuhalten.
Für die Schönheit der Werke sorgen nicht allein die Künstler. Welcher Maler kann schließlich sich schließlich sonst mit Pinsel und Farbe an eine Miss Georgia heranmachen, ohne eine Ohrfeige zu riskieren? Künstler Werner Stohr hat dieses Glück. "Meine Leinwand ist nicht statisch, sie bewegt sich, redet, hat Hunger und Durst", erklärt er den Reiz für den Künstler. "Ein dreidimensionales Kunstwerk auf einen dreidimensionalen Körper zu malen, das macht die Faszination aus", erklärt auch Mitveranstalter Peter Tronser, der selbst Bodypainter ist. Platz.
Dieser Versuchung erliegen immer mehr Maler. Vor zwei Jahren fing das Festival mit rund 12 Künstlern an, inzwischen sind es über 50.
ase/dpa