Bohlen-Anders-Schlammschlacht: "Das hat Hanni-und-Nanni-Niveau" - DER SPIEGEL
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Bohlen-Anders-Schlammschlacht "Das hat Hanni-und-Nanni-Niveau"

Dieter Bohlen behauptet, sein ehemaliger Modern-Talking-Kollege leide an "Divenhaftitis" und "Stinkefaulose". Jetzt meldete sich Thomas Anders zu Wort: Das sei natürlich alles haltlos und unterste Schublade.
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Hamburg - Gestern hatte Dieter Bohlen im ersten Vorabdruck seines Werkes "Hinter den Kulissen" keinen Zweifel daran gelassen, dass er seinen früheren Sangesbruder nicht leiden kann. Anders sei stinkend faul, könne nicht singen und habe sich gar aus Bohlens Haushaltskasse bedient.

Thomas Anders wollte solche Vorwürfe nicht auf sich sitzen lassen und saß prompt gestern Abend bei Johannes B. Kerner auf dem Sessel. Man müsse Bohlens Äußerungen als Taktik sehen. Im vergangenen Jahr sei er noch der Liebe und Nette gewesen. Da hätten Verona und Naddel herhalten müssen. "Alles was er nicht mehr braucht, wird in den Dreck gezogen", sagte Anders über Bohlen. Das sei schon Pulitzer-Preis verdächtig, was da rüberkomme. Er habe damit nichts zu tun. Um alles weitere würden sich seine Anwälte kümmern.

Anders habe die Modern-Talking-Songs auch nicht lustlos heruntergenudelt, wie Bohlen in der "Bild"-Zeitung geschrieben hatte. "Ich habe eine ganz gute Stimme und bereite mich gut auf die Produktion vor." Dann singe er so ein Album eben an einem Tag ein. Anders sagte auch, er sei nicht mit dem Superstar-Juror befreundet gewesen. "Ich habe nur drei oder vier Freunde. Dieter Bohlen war nicht mal unter den ersten Hundert."

Pop-Produzent Bohlen plaudert derweil in der "Bild" weiter über das Ende von Modern Talking. Rein zufällig habe seine Freundin Estefania von Bohlens Lieblingssekretärin erfahren, dass Thomas Anders ohne ihn in Amerika aufgetreten sei. "Ich fand das so würdelos, so eine Vergewaltigung von Modern Talking, dass ich mich am liebsten vor Ort und auf der Stelle übergeben hätte", zitiert "Bild" Bohlen.

Sie seien für drei Konzerte in den USA angefragt worden und Bohlen habe seinen Partner gebeten, die Termine nach hinten zu verschieben. Er habe momentan so viel um die Ohren. Anders habe ihn mit "seinen warmen, braunen Augen und seinen gebleichten Beißerchen angeschaut" und drei Wochen vor den Auftritten in Amerika versichert: "Alles paletti, Dieter. Ist alles verschoben", so Bohlen in "Bild".

Er machte Schluss mit Anders - "Das war jetzt das definitiv letzte Mal, dass du mich beschissen hast" - und verkündete das endgültige Ende von Modern Talking. Es werde keine Re-Reunion geben, schreibt Bohlen in "Bild".

Auch zu diesen Vorwürfen nahm Anders bei Kerner Stellung. Bohlen habe keine Lust gehabt und die Konzertveranstalter in Amerika hätten nach der Absage Bohlens nochmals bei ihm nachgefragt. Welchen Gitarristen er mitbringe, sei den Veranstaltern egal gewesen. Für sie sei er "Modern Talking" und er habe Bohlen auch an den Einnahmen aus den Konzerten beteiligt. Anders habe sich nichts vorzuwerfen. So wie die Gründe für die Trennung in Bohlens Buch beschrieben seien, sei es definitiv nicht gewesen. Die Diskussion um die Trennung habe Hanni-und-Nanni-Niveau.

Bohlen gab Anders abschließend einen guten Rat: "Solltest du ein Angebot von den Flippers oder den Kastelruther Spatzen kriegen, schlag sofort zu, bevor sie es sich anders überlegen können."

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