Bolivien: Prostituierte im Hungerstreik - DER SPIEGEL
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Bolivien Prostituierte im Hungerstreik

Hungern für das Recht auf Arbeit: In Bolivien sind etwa 50 Prostituierte in den Hungerstreik getreten, um gegen die Schließung von Bars und Striplokalen zu protestieren. Die Frauen drohen mit buchstäblich nacktem Protest.
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La Paz - Die Frauen aus El Alto in der Nähe von La Paz wollen nach eigenen Angaben erzwingen, dass die Schließung der Bars und Striplokale wieder zurückgenommen wird und versuchen so ihr Recht auf Arbeit durchzusetzen. "Wir haben alle unseren vorgeschriebenen HIV-Test", sagte die Anführerin der Proteste in der Aidsklinik von El Alto, wo sich die Prostituierten zu ihrem Hungerstreik versammelt haben. Sie drohen zudem damit, nackt durch die Straßen zu laufen, um ihre Jobs zu behalten.

Die Bars und Prostituierten-Clubs von El Alto waren geschlossen worden, nachdem in der vergangenen Woche Einwohner in einer großen Demonstration massiv gegen die Etablissements protestiert hatten. Sie sehen in ihnen Anziehungspunkte für Kriminelle und fürchten einen schlechten Einfluss auf die Kinder. Schätzungen zufolge arbeiten in El Alto etwa 400 bis 500 Prostituierte für einen durchschnittlichen Tageslohn von umgerechnet 30 Euro.

jjc/AFP