Bombay: Indische Polizei erschießt mutmaßlichen Terroristen - DER SPIEGEL
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Bombay Indische Polizei erschießt mutmaßlichen Terroristen

Knapp eineinhalb Monate nach den Terroranschlägen in Bombay hat die indische Polizei bei einer Razzia einen Pakistaner erschossen. Den Behörden zufolge handelt es sich bei dem Mann um einen der mutmaßlichen Attentäter, die Bomben in Regionalzügen explodieren ließen.
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Bombay - Nach einem Hinweis umstellte die Polizei offiziellen Angaben zufolge heute Morgen ein heruntergekommenes Haus im Stadtzentrum von Bombay und forderte die zwei mutmaßlichen Extremisten auf, sich zu ergeben. Daraufhin eröffneten die Verdächtigen mit Maschinengewehren das Feuer auf die Polizisten.

Bei dem darauf folgenden Schusswechsel wurde einer der beiden mutmaßlichen Attentäter tödlich getroffen. Indischen Fernsehberichten zufolge handelte es sich dabei um einen Pakistaner. Im Versteck fanden die Sicherheitskräfte den Angaben zufolge neben einem Maschinengewehr auch eine Kiste mit explosivem Material.

Die Sicherheitskräfte sprachen von einem Durchbruch bei der Aufklärung der Anschläge, bei denen 186 Menschen getötet worden waren. Der Leiter der Anti-Terror-Einheit der Polizei in Bombay sagte, einer der 13 bereits festgenommenen Verdächtigen habe im Verhör den entscheidenden Hinweis auf den Unterschlupf gegeben. Man vermute, dass sich noch weitere Extremisten in Bombay verstecken könnten. Weitere Details darüber, inwiefern der Getötete in die Anschläge vom 11. Juli in Bombay verwickelt war, wollte die Polizei nicht bekannt geben.

Die Behörden vermuten einheimische Moslem-Extremisten mit Verbindungen ins benachbarte Pakistan hinter den Anschlägen auf Nahverkehrszüge und Bahnstationen, bei denen am 11. Juli zudem etwa 700 Menschen verletzt worden waren. Bombay, auch als Mumbai bekannt, ist die größte Hafenstadt des Landes und gilt als wirtschaftliches Zentrum des Subkontinents. Die indischen Behörden vermuten vor allem die pakistanische Islamisten-Gruppe Lashkar e-Toiba hinter den Anschlägen. Die Gruppe und die pakistanische Regierung wiesen die Vorwürfe jedoch zurück.

kaz/Reuters/dpa