Bombe entschärft "Blockbuster" bedrohte Hamburger Stadtteil
Hamburg - Überraschend schnell machte Sprengmeister Peter Voss den Sprengkörper aus dem Zweiten Weltkrieg unschädlich. Gegen 12.15 Uhr war schon alles vorbei. Die Entschärfung verlief ohne Komplikationen. Wegen der Aktion waren zahlreiche Hauptverkehrsstraßen voll gesperrt worden. So wurde die Autobahn A1 zwischen den Anschlussstellen Moorfleet und dem Kreuz Hamburg Ost "in beiden Richtungen dichtgemacht", so ein Sprecher der Verkehrsleitstelle.
Auch einige hundert Passagiere der Deutschen Bahn mussten wegen des Bombenfundes Verspätungen von bis zu einer Stunde in Kauf nehmen. Betroffen waren nach Angaben einer Bahnsprecherin drei Intercity-Züge und ein Interregio.
In einem Umkreis von 750 Metern hatten bis 11.30 Uhr alle Bewohner ihre Häuser verlassen, sagte der Sprecher der Innenbehörde, Christoph Holstein. Betroffen davon waren aber nur rund 50 Menschen, da die Bombe in einem Brachgelände lag. Im Umkreis von 2000 Metern waren über Lautsprecherdurchsagen 27.000 Menschen in der Nachbarschaft aufgefordert worden, ihre Häuser nicht zu verlassen.
Der "Blockbuster" war am Donnerstag nach der Auswertung von Luftbildern auf einem Deponiegelände gefunden worden. Es handelt sich bei dem Sprengkörper um einen so genannten Wohnblockknacker mit 1300 Kilogramm Sprengstoff, der ganze Wohnblöcke zerstören sollte.
Zuletzt war ein "Blockbuster" vor einem Jahr im Hamburger Hafen gefunden und entschärft worden.