Berlin nach Hamburg Polizei räumt ICE wegen Bombendrohung
Gestoppter ICE in Wittenberge: Hunderte Reisende waren betroffen
Foto: Julian Stähle/ DPAWegen eines verdächtigen Gepäckstücks und einer Bombendrohung in einem ICE von Berlin nach Hamburg haben fast 400 Fahrgäste in Brandenburg ihre Reise unterbrechen müssen.
Der Zug fuhr am Samstag gegen 21.25 Uhr im Bahnhof Wittenberge ein und wurde dort laut Polizei wegen eines herrenlosen Gepäckstücks gestoppt. Laut Bundespolizei wurde ein Zettel gefunden, der "eine Information über eine Bombe im Zug" enthielt, wie eine Sprecherin sagte.
Einsatzkräfte durchsuchten den Zug unter anderem mit Spürhunden, entdeckten den Angaben zufolge jedoch nichts Gefährliches. Auch ein Regionalzug wurde laut Polizei angehalten und evakuiert. Aus dem ICE stiegen 362 Fahrgäste, im Regionalzug waren 20 Fahrgäste betroffen.
Festsitzende Reisende in Wittenberge: Busfahrer hatte 1,14 Promille
Foto: Julian Stähle/ DPA"Die Reisenden haben sich geweigert, mit dem Busfahrer zu fahren"
Die Deutsche Bahn bestellte nach Angaben eines Sprechers zwei Busse, um zumindest einen Teil der Reisenden weiter zu transportieren. Doch der Plan ging nicht auf. Bei einem Bus habe es einen technischen Defekt gegeben, beim anderen sei der Fahrer nicht fahrtauglich gewesen. Der Busfahrer entpuppte sich laut Polizei als betrunken.
"Die Reisenden haben sich geweigert, mit dem Busfahrer zu fahren", sagte ein Polizeisprecher. Ein Atemalkoholtest ergab 1,14 Promille. Für Berufskraftfahrer gilt gesetzlich 0,0 Promille.
Um 1.47 Uhr wurde die Sperrung nach Angaben der Bahn schließlich aufgehoben. Der Zug sei weitergefahren. Zwei weitere ICE-Züge - einer aus Berlin, einer aus Hamburg - seien in der Zwischenzeit über die länger dauernde Strecke über Uelzen in Niedersachsen und Stendal in Sachsen-Anhalt umgeleitet worden.