Bombendrohung: Polizei räumt Hamburger Einkaufszentrum - DER SPIEGEL
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Bombendrohung Polizei räumt Hamburger Einkaufszentrum

Wegen einer Bombendrohung hat die Polizei ein Einkaufszentrum in der Hamburger Innenstadt evakuiert. Zuvor hatte ein Anrufer mit einem Sprengsatz in dem Gebäude gedroht. Einsatzkräfte sperrten den Komplex ab, ein verdächtiger Koffer wurde entdeckt.
Einkaufszentrum "Europa Passage": Verdächtiger Koffer gefunden
Einkaufszentrum "Europa Passage": Verdächtiger Koffer gefunden

Einkaufszentrum "Europa Passage": Verdächtiger Koffer gefunden

Foto: Christian Charisius/ dpa
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Hamburg - Nach einer Bombendrohung ist am Montag ein Einkaufszentrum in der Hamburger Innenstadt geräumt worden. Ein Anrufer habe um kurz nach 14 Uhr mit einer Bombe in der "Europa Passage" gedroht, sagte ein Polizeisprecher.

Bei der Durchsuchung des mehrgeschossigen Gebäudekomplexes mit 30.000 Quadratmetern Ladenfläche entdeckten Beamte in der dritten Etage einen verdächtigen Gegenstand. Dabei handelte es sich um einen herrenlosen Koffer, wie ein Polizeisprecher sagte. Am frühen Abend begann ein Sprengmeister des Bombenräumkommandos mit der Untersuchung des Koffers.

Vor der unweit des Rathauses gelegenen Einkaufsstraße hatte am Nachmittag ein Entschärferteam Stellung bezogen. Beamte legten gepanzerte Spezialausrüstung an. Über das konkrete Vorgehen sollte entsprechend der Umstände jedoch erst unmittelbar vor Ort entschieden werden, wie der Sprecher weiter sagte. Dann werde festgelegt, ob die Tasche sich abtransportieren lasse, geöffnet werden könne oder mithilfe eines Wasserstrahls aufgeschossen werden müsse.

An den Zugängen verkündeten Aushänge nach der Bombendrohung, dass das Betreten des Komplexes "aus technischen Gründen" vorübergehend nicht möglich sei. Die Polizei rückte mit einem Großaufgebot an. Den Angaben zufolge waren fast 120 Polizisten im Einsatz. Beamte mit Spürhunden durchkämmten den Komplex. Der Bereich um die "Europa Passage" wurde von der Polizei weiträumig abgesperrt, Rettungswagen fuhren vor.

Busverkehr gestoppt, Landesreserve angefordert

Passanten durften auch Zufahrten und Gehwege rund um den Komplex nicht mehr betreten. Hunderte Schaulustige in der Hamburger Haupteinkaufsmeile Mönckebergstraße sowie an Jungfernstieg und Ballindamm verfolgten das Geschehen. Der Busverkehr durch die Mönckebergstraße wurde zeitweise unterbrochen, die U-Bahn fuhr jedoch vorerst weiter.

Nach Angaben des Polizeisprechers wurde auch die sogenannte Landesreserve mobilisiert und herangeführt. Dabei handelt es sich um Funkstreifenwagen der Bereitschaftspolizei, die im Bedarfsfall zur Unterstützung von Polizeikommissariaten eingesetzt werden können.

ulz/dapd