Bombenexplosion auf Markt: Mindestens sechs Tote - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Bombenexplosion auf Markt Mindestens sechs Tote

Bei der Detonation eines Spengsatzes auf einem Markt im Süden der Philippinen sind sechs Menschen getötet und etliche verletzt worden. Die Bombe soll unter einem Stand mit Videospielen versteckt gewesen sein. Unter den Opfern sind viele Kinder.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Cotabato - Die Explosion in der Stadt Koronadal sei sehr stark gewesen, teilte ein Militärsprecher am Donnerstag mit. Mindestens 20 Menschen seien verletzt worden. Die meisten der Opfer seien Kinder. Soldaten seien zum Ort des Anschlags entsandt worden. Die Hintergründe waren zunächst unklar.

Den Angaben zufolge war der vermutlich selbstgebaute Sprengsatz an einem Verkaufsstand für Videospiele versteckt gewesen. Die philippinische Präsidentin Gloria Macapagl Arroyo verurteilte den Anschlag und versprach, dass die Drahtzieher gefasst würden.

Erst im Mai waren bei einem Bombenanschlag auf demselben Markt neun Menschen getötet und 41 verletzt worden. Die Behörden hatten damals muslimische Rebellen hinter der Tat vermutet. Im Süden der vorwiegend katholischen Philippinen kämpft die Moro-Islamische Befreiungsfront (MILF) seit 1978 für einen eigenen islamischen Staat.