Boris Becker: "Beschissenste Zeit überhaupt" - DER SPIEGEL
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Boris Becker "Beschissenste Zeit überhaupt"

Der Tennis-Millionär quält sich durch die, wie er sagt, "beschissenste Zeit" seines Lebens. Er habe schwer mit der Trennung von Ehefrau Barbara und den beiden Kindern zu kämpfen. Auch liebe er Babs noch immer, gestand Becker.
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Hamburg - "Wir beide haben geweint", beschrieb Becker die Stunde, als er und Babs sich für die Trennung entschlossen hätten. "Ich wollte einfach nicht mehr so weiterleben, wie wir gelebt haben. Aber ich werde mich von meiner Familie nie lösen." Mit jedem Tag werde ihm der Verlust deutlicher. "Am meisten fehlen mir natürlich meine Kinder", erzählte er der "Bild am Sonntag". Der ehemalige Tennis-Star hofft, Weihnachten mit der Familie feiern zu können.

Becker sagte, er sei nicht geschieden, sondern getrennt. Er glaube weiterhin an die Institution der Ehe und würde seine Frau auch noch einmal heiraten.

Die Trennung sei nicht von heute auf morgen gekommen. "Das ging über Monate, über ein Jahr und eigentlich noch länger." Er und Barbara hätten sich weiterentwickelt, allerdings nicht in die gleiche Richtung. Über die Gründe der Trennung schweigt Boris Becker weiter beharrlich. Allerdings habe es nichts mit den beruflichen Plänen seiner Frau zu tun, wie in den vergangenen Tagen gemutmaßt worden war. "Ich fördere und sponsere teilweise auch die beruflichen Entscheidungen meiner Frau. Sie hat viel Talent, es wäre schade, wenn sie diese nicht ausfüllte", sagte Becker dem Blatt.

Das sonst so geliebte Bad in der Öffentlichkeit wurde für den mediengewandten Becker bei der Bambi-Verleihung in Berlin zu einer Tortur und Herausforderung zugleich. Der erfolgsverwöhnte Weltstar fühlt sich in diesen Tagen als Verlierer. Als ein Mensch, dessen Lebensplanung ins Wanken geraten ist. "Es gab einen Traum - und der ist zerplatzt", verriet er. "Wir haben gekämpft, und wir haben verloren. Ja, das ist eine Niederlage." Aber er habe keine Lust, wegzurennen und sich zu verstecken.

Das Leben in der Öffentlichkeit ist Becker nicht fremd. Als 17-Jähriger wurde er als jüngster Wimbledonsieger zur öffentlichen Person. "Die Öffentlichkeit unterscheidet nicht zwischen der privaten und der öffentlichen Person", sagt er und weiß sehr wohl, dass er sich der Realität nicht verschließen kann. Auch wenn "das in der Öffentlichkeit auszutragen brutal ist".

Nach dem weltweiten Erstaunen über die völlig unerwartete Trennung des Traumpaares schießen die Gerüchte weiter ins Kraut. "In den nächsten Wochen wird mir mit jeder Frau, die ich länger als drei Sekunden anschaue, ein Verhältnis angedichtet", sagte Becker schon am Tage nach der Trennung. Am Sonntag wurde ein vorläufiger Höhepunkt erreicht, als die britische Boulevardpresse von einem "unehelichen Kind" berichtete.