Boris Becker Die erfolgreiche Balz des Auerhahns
München - Gut zehn Monate nach der Scheidung von Ex-Tennisstar Boris Becker und Ehefrau Barbara bahnt sich offenbar eine neue Harmonie zwischen den beiden an. Mit freundlichen Worten hat Ex-Frau "Babs" Aussöhnungsangebote ihres früheren Gatten erwidert. "Die Zeiten der Auseinandersetzung sind vorbei", sagte Barbara Becker der Illustrierten "Bunte". Sie werde Boris so gut wie möglich unterstützen. "Ich werde ihn auf seinem Weg begleiten, auch wenn er viele Dinge selbst in Ordnung bringen muss, die er sich eingebrockt hat."
Zur Begründung ihrer neuen Offenheit sagte Barbara Becker: "Ich habe begriffen, dass es meinen Kindern nur gut geht, wenn es auch ihrem Vater gut geht." Der hatte vor kurzem deutlich gemacht, dass er die Hoffnung auf Aussöhnung und neues Glück mit seiner Ex-Frau noch nicht aufgegeben habe. Er habe diese Frau damals geliebt, "und ich liebe sie heute noch", hatte Boris Becker ebenfalls in einem Interview erklärt.
Weiterhin ungewiss ist aber, ob das Paar wieder zusammenziehen wird. Zwar sagte Barbara Becker, die Boris vergangene Woche in München zu dessen 34. Geburtstag mit den gemeinsamen Söhnen Noah Gabriel, 7, und Elias Balthasar, 2, besucht hatte, es war, "als wäre ich nie weg gewesen". Aber sie habe auch ein "komisches Gefühl" wegen der veränderten Atmosphäre in der früher gemeinsam bewohnten Villa in München-Bogenhausen gehabt. Vor allem aber machte Barbara Becker deutlich, wie sie sich die ankündigte Unterstützung für ihren Ex-Mann bisher nur vorstellt: "Ich bin im Hintergrund da."
Boris Becker hatte vergangene Woche erklärt, für ihn wäre es "die schönste Überraschung", wenn seine Ex-Frau mit den Kindern wieder vor seiner Tür stünde. Ob "Babs" mit den gemeinsamen Söhnen wieder endgültig nach München zurückkehren werde, entscheide aber alleine sie, betonte der einstige Tennisstar und Multimillionär. Seine größte Sorge dürfte derzeit das Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft München I sein, das gegen ihn wegen der Verdachts der Steuerhinterziehung in Millionenhöhe geführt wird. Becker steht im Verdacht, dem deutschen Fiskus durch eine frühere vorgetäuschte Verlegung seines Wohnsitzes nach Monaco 33 Millionen Mark vorenthalten zu haben.