Boston: Schneeberg im Juli weggeschmolzen - DER SPIEGEL
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Schneeberg in Boston: Ein Hauch von Winter im Hochsommer

Foto: Michael Dwyer / AP / dpa

Gigantischer Schneeberg in Boston "Unser Albtraum ist offiziell vorbei!"

Der Rekordwinter in Boston hat auch im Hochsommer noch Spuren hinterlassen. Ein riesiger Schneehaufen ist erst jetzt komplett weggeschmolzen. Er hatte den Bürgermeister dazu animiert, einen Wettbewerb auszurufen.
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Die letzte Erinnerung an Bostons Rekordwinter ist verschwunden: Ein Haufen schmutziger Schnee auf einem Parkplatz im Seaport District am Hafen ist in der Juli-Sonne dahingeschmolzen, bei Temperaturen von mehr als 30 Grad Celsius.

"Unser Albtraum ist offiziell vorbei!", schrieb der Gouverneur von Massachusetts, Charlie Baker, auf Twitter. In Boston war Anfang des Jahres ein Schneerekord aufgestellt worden. 275,8 Zentimeter fielen in der Stadt. Um die Massen in den Griff zu bekommen, errichteten die Behörden elf sogenannte snow farms - eine davon in der Nähe des Hafens.

Täglich kippten unzählige Lkw dort Schnee ab, Bagger und Raupen verteilten die weiß-graue Masse - bis irgendwann ein Berg von etwa 22 Metern Höhe entstanden war. Mit dem Frühling und den steigenden Temperaturen begann der gigantische Haufen ganz langsam zu schmelzen.

"Rate den Tag, auf den wir alle warten"

Wann er endlich ganz weg sein würde, darüber war in Boston heiß diskutiert worden. Bürgermeister Marty Walsh rief sogar einen Wettbewerb aus. "Rate den Tag, auf den wir alle warten", hieß es in einer Twitter-Aufforderung. Den Gewinner will Walsh an diesem Mittwoch bekanntgeben.

Wer den Schneeberg zuletzt suchte, musste schon genau hinschauen - und etwas Phantasie aufbringen. Unter einer Schicht aus Schmutz, Planen, Plastik, Brettern und sogar einigen Kleidungsstücken begraben lag der letzte Rest des Bostoner Rekordwinters. Einst nahm er das gesamte Areal ein. Jetzt, wo der Schnee komplett weg ist, bedeckt der Müll- und Geröllhaufen vielleicht noch eine Fläche von 30 mal 20 Metern und ist in der Mitte knapp einen Meter hoch.

Dass das Schmelzen so lange dauerte, ist für Wissenschaftler keine Überraschung. Es liege unter anderem am fehlenden Regen und daran, dass der Schneeberg extrem dicht und mit Müll durchsetzt sei. Dadurch kam an viele Stellen des Schnees keine Sonne und der ganze Berg benötigte deutlich mehr Energie, um zu schmelzen.

wit/dpa/Reuters

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