"Boy Scouts": Homosexuelle in Pfadfindertruppe unerwünscht - DER SPIEGEL
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"Boy Scouts" Homosexuelle in Pfadfindertruppe unerwünscht

Nach einem Urteil des Obersten Gerichts in Washington dürfen schwule Pfadfinder in den USA weiterhin aus der Jugendorganisation ausgeschlossen werden. Die Pfadfinder begrüßten die Entscheidung mit den Worten, Homosexuelle seien kein gutes Vorbild für andere Pfadfinder.
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Washington - Die "Boy Scouts" hätten ein Grundrecht auf die freie Entscheidung über ihre Mitglieder, urteilten die Washingtoner Richter.

Präsident Bill Clinton übte Kritik an dem Urteil. Er sei generell gegen Diskriminierung und hoffe, dass sich die Gesellschaft weiter öffne, sagte Clinton.

Homosexualität sei nach Auffassung der Pfadfinder unvereinbar mit ihren Werten, betonten die Richter. Man könne ihnen nicht zumuten, einen Homosexuellen zum Gruppenleiter zu machen. Das Gericht hob damit das Urteil einer niedrigeren Instanz auf, die den Ausschluss des stellvertretenden Gruppenleiters James Dale aufgehoben hatte. Präsident Clinton betonte, er sei generell gegen die Diskriminierung von Homosexuellen.

Bürgerrechtler hatten den inzwischen 29-jährigen Dale in dem leidenschaftlichen Streit mit der größten amerikanischen Jugendorganisation, die rund 5,7 Millionen Mitglieder hat, unterstützt. Dale war jahrelang ein vorbildlicher Pfadfinder gewesen und mit 18 Jahren zum "Scoutmaster" ernannt worden. Als bekannt wurde, dass er schwul ist, schloss ihn die Organisation aus. Dagegen zog er 1992 vor Gericht.