Brand in hessischer Moschee LKA übernimmt Ermittlungen
Usingen - LKA-Sprecherin Gaby Goebel sagte heute, noch könne keine Aussage getroffen werden, ob es sich um einen Anschlag handele: "Unsere Brandermittler sind noch vor Ort." Das LKA kündigte für heute Nachmittag eine Presseerklärung an. Ein Gebetsraum der erst vor drei Monaten eröffneten Moschee wurde bei dem Feuer erheblich beschädigt. Augenzeugen berichteten, in dem Raum sei ein Teppich in Brand gesetzt worden. Die Flammen hätten dann auf andere Möbel im Zimmer übergegriffen. Der Gebetsraum sei völlig verrußt.
Die Polizei schloss einen Anschlag nicht aus. Ein Sprecher bestätigte, dass ein Fenster beschädigt sei. Ob es eingeworfen wurde, stehe aber noch nicht fest. Es seien außerdem Fußspuren im Schnee gefunden worden, allerdings auf einer 25 Meter entfernten Wiese. "Wir ermitteln in alle Richtungen", sagte Polizeisprecher Siegfried Schlott.
Der Bürgermeister von Usingen, Matthias Drexelius, sagte, es habe in seiner Gemeinde um den Moscheebau keinen spürbaren Konflikt gegeben. Das Zusammenleben mit den Mitgliedern der Ahmadiyya-Gemeinde, die bereits seit 1999 in Usingen lebten, habe sich unproblematisch gestaltet: "Alle, mit denen ich gesprochen habe, sind entsetzt." Ein Bürger habe heute spontan eine Spende angeboten, damit der Schaden beseitigt werden könne.
Ein Autofahrer hatte gegen 5.20 Uhr starke Rauchentwicklung rund um die Moschee gemeldet. Gegen 6.15 Uhr sei das Feuer bereits gelöscht gewesen, teilte die Polizei mit. Über Verletzte ist zurzeit nichts bekannt. Das Gotteshaus gehört zur islamischen Ahmadiyya-Glaubensgemeinschaft.