Behindertenwerkstatt Betreuerin soll Feuer versehentlich verursacht haben
Ausgebrannte Behindertenwerkstatt: Bedienungsfehler soll Brandursache sein
Foto: Patrick Seeger/ dpaTitisee-Neustadt - Der Brand mit 14 Toten in einer Behindertenwerkstatt in Titisee-Neustadt im Schwarzwald ist offenbar auf einen Bedienungsfehler an einem Gasofen zurückzuführen. Vermutlich habe eine Betreuerin unbeabsichtigt das Gas aufgedreht, statt den Ofen auszuschalten, weil sie den Drehknopf in die falsche Richtung gedreht habe, berichtete der Südwestrundfunk (SWR) am Donnerstag.
Dieser Fehler passiere immer wieder, da die Gewinde an Gasöfen in anderer Richtung als etwa bei Wasserhähnen funktionieren. Der Ofen war dem Artikel zufolge für den Weihnachtsmarkt bestimmt und in der Werkstatt nur probeweise angezündet worden.
Die Staatsanwaltschaft Freiburg wollte den Bericht des SWR weder bestätigen noch dementieren. Es sei aber nicht auszuschließen, dass sich das Drama so entwickelt habe, sagte ein Sprecher. Das abschließende Gutachten liege noch nicht vor.
Bei dem Brand Ende November waren 13 Behinderte und eine Betreuerin ums Leben gekommen. Sie starben an einer Rauchvergiftung. Der mobile Gasofen war von den Ermittlern nach dem Unglück als Auslöser des Brandes ausgemacht worden. Das Gas sei unkontrolliert ausgetreten und schließlich explodiert. Offen war bislang, warum der Ofen in der Werkstatt stand und wieso das Gas ins Freie gelangen konnte.