Brandenburg Feuer auf Truppenübungsplatz
Luckenwalde - Das Feuer ist unter Kontrolle - aber rund 220 Hektar Wald und Heide sind vernichtet worden: Mehr als 24 Stunden wüteten die Flammen auf dem munitionsverseuchten Truppenübungsplatz bei Niedergörsdorf südlich von Berlin. Die Feuerwehr vermutet, dass der Brand von alter Munition ausgelöst wurde, die sich nach der wochenlangen Trockenheit und Hitze selbst entzündet hatte.
An einigen Stellen des früheren Geländes der Sowjetarmee sei alte Munition explodiert, sagte eine Sprecherin des Landkreises. Insgesamt waren bis zu 180 Feuerwehrleute im Einsatz.
Wegen der gefährlichen Altlasten wurde der Brand vorwiegend aus der Luft bekämpft. Insgesamt drei Hubschrauber der Bundeswehr waren im Einsatz. Mit Panzerfahrzeugen wurden Schneisen in den Wald geschlagen. Die sogenannte "Rote Zone" selbst durften die Einsatzkräfte wegen Explosionsgefahr aber nicht betreten. Auch 35 Löschzüge der Feuerwehr waren vor Ort.
Die Sprecherin sagte, Anwohner seien nicht bedroht gewesen: Der nächste Ort liege etwa drei Kilometer entfernt. Auch der Verkehr auf der nahen Bundesstraße 102 war nicht beeinträchtigt. Schon während des Hitzesommers 2003 hatte es auf dem alten Militärgelände gebrannt.
han/AP/dpa