Brandenburg : Gefährlicher Gewaltverbrecher geflohen - DER SPIEGEL
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Brandenburg Gefährlicher Gewaltverbrecher geflohen

Im brandenburgischen Strausberg ist ein wegen Mordes und sexuellen Missbrauchs verurteilter Mann bei einem Freigang geflohen. Dabei hat er seinen Pfleger niedergestochen.
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Strausberg - Der 38-Jährige verletzte bei einem Hausbesuch seine Mutter und seinen Pfleger mit einem Messer, erklärte die Polizei in Frankfurt (Oder). Nach Angaben des Potsdamer Sozialministeriums musste der Pfleger in einer Berliner Klinik operiert werden.

Der 38-Jährige sei wegen Mordes und sexuellen Missbrauchs von Kindern in der Nervenklinik Neuruppin untergebracht gewesen, erklärte die Polizei. Nach Angaben des Sozialministeriums war er 1995 zu 14 Jahren Haft verurteilt worden. Die Polizei sucht mit einem Großaufgebot nach dem Entflohenen.

Der Mann entkam bereits zum sechsten Mal aus dem Gewahrsam. Brandenburgs Sozialminister Alwin Ziel (SPD) äußerte sich "sehr betroffen" über die erneute Flucht des Sexualstraftäters. Ein Expertenteam hatte sich nach Angaben des Ministeriums dafür ausgesprochen, dass der Maßregelvollzug für den Ausbrecher seit dem 26. April gelockert werden konnte. Laut den Behörden hatten zwei Pfleger und ein Sozialarbeiter ihn bei dem Besuch begleitet. "Die Begleiter dürfen den Patienten dabei keine Sekunde aus den Augen Lassen", sagte die Sprecherin. Wie er in der Wohnung an das Messer gelangte, war zunächst noch unklar.