Brandexperte: "Nach 15 Minuten sind die Opfer tot" - DER SPIEGEL
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Brandexperte "Nach 15 Minuten sind die Opfer tot"

Die Insassen der österreichischen Unglücksseilbahn hatten offenbar kaum eine Chance. Nach Angaben eines Experten der Feuerwehr war die Zeit zur Rettung extrem knapp.
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Düsseldorf - "Es wird im Tunnel sehr schnell sehr heiß und es entsteht eine unheimlich dichte Rauchschicht", erklärte der Tunnelbrandexperte der Düsseldorfer Berufsfeuerwehr, Ulrich Cimolino. Die beiden Tunnelöffnungen sorgten für einen Kamineffekt, durch den sich das Feuer rasend verbreite. Die Temperaturen erreichten dabei bis zu 1000 Grad.

In aller Regel würden die Opfer wegen des dichten und bei Verbrennen von Kunststoffen auch sehr giftigen Rauches ersticken. "Nach wenigen Atemzügen in dichtem Rauch wird man bewusstlos, nach insgesamt rund 15 Minuten sind die Opfer tot", sagte der Oberbrandrat. Möglicherweise sei auch die Kleidung der Skifahrer ein Grund für das schnelle Ausbreiten des Feuers und die hohe Zahl der Opfer gewesen. Die Skisachen seien alles andere als schwer entflammbar.

Die wichtigste Möglichkeit zur Rettung sei ein Fluchtstollen, der parallel zur betroffenen Röhre verlaufe. Nur so könnten die Betroffenen schnell dem Rauch und den Flammen entfliehen, betonte Cimolino. Wer versuche, in der Zugrichtung des Rauchs zu entkommen, habe in aller Regel keine Chance. "Am besten wäre es wohl gewesen, durch die Flammen nach unten zu laufen, aber wer weiß das schon."

Auch für die Retter sei ein Tunnelbrand eine extrem schwierige Aufgabe. Es sei trotz der Schutzausrüstung sehr anstrengend, sich durch eine Röhre an den Brandherd heranzukämpfen, erläuterte Cimolino.