Brandkatastrophe: 28 Kinder starben bei Feuer im Internat - DER SPIEGEL
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Brandkatastrophe 28 Kinder starben bei Feuer im Internat

Zum zweiten Mal binnen einer Woche erschüttert eine Brandkatastrophe Russland. 28 Schüler, die in einem Behindertenheim untergebracht waren, starben in den Flammen: Die Kinder hatten von dem Feueralarm nichts mitbekommen, weil sie gehörlos waren.
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Machatschkala - Bei dem Brand in der dagestanischen Hauptstadt Machatschkala erlitten außerdem 138 Kinder Verbrennungen und Rauchvergiftungen, als die Flammen das Behindertenheim zerstörten, teilte der örtliche Zivilschutz mit. Die Zahl der bislang 28 Todesopfer könnte noch steigen: 17 Kinder schwebten noch in Lebensgefahr.

Die Betreuer hatten alle Schüler einzeln wecken müssen, weil die Kinder wegen ihrer Gehörschäden den Feueralarm nicht hören konnten, berichtete die russische Internet-Zeitung "Gazeta".

Eine Lehrerein sagte, dass einige Kinder als letzte Rettung aus dem zweiten Stock auf Matratzen geworfen wurden. Die Feuerwehr konnte 138 Kinder lebend aus dem Gebäude bergen. Die Kleinen erlitten Rauchvergiftungen und Verbrennungen. Einige von ihnen hatten Knochenbrüche und standen unter Schock, berichtete der zuständige Krankenhausarzt Ramasan Madomedow.

Der Brand wütete am heftigsten in dem Teil des Internats, in dem die jüngsten Schüler untergebracht waren. Die meisten Todesopfer waren im Alter zwischen sechs und sieben Jahren.

Ausgebrochen war das Feuer um etwa 2 Uhr Ortszeit. Brandursache war vermutlich ein Kurzschluss. Die Behörden erklärten, die Betreuer hätten zunächst selbst zu löschen versucht und erst mit neunminütiger Verspätung die Feuerwehr gerufen. Innerhalb von drei Stunden brannte das zweistöckige Steingebäude vollständig aus.

Die verzweifelten Eltern der Kinder suchten auf handgeschriebenen Listen des Krankenhauses die Namen ihrer Kinder. Ein Flugzeug des Ministeriums für Katastrophenschutz brachte ein Ärzteteam und Medikamente aus Moskau in den Unglücksort. Die Schwerverletzten sollten nach Angaben russischer Nachrichtenagenturen zur Behandlung in die Hauptstadt geflogen werden.

Auch der russische Präsident Wladimir Putin zeigte sich bestürzt über den Vorfall und versprach, dass seine Regierung alles in ihrer Macht stehende unternehmen werde, um den Kindern zu helfen. "Dies sind unser aller Kinder, dies ist unsere gemeinsame Tragödie", sagte er.

Bei der ersten Brandtragödie in dieser Woche waren am Montag 22 Schüler in Jakutien in Ostsibirien umgekommen. Die russische Regierung ordnete eine Überprüfung der Brandsicherheit in allen Schulen an.