Brandstifter-Prozess: Staatsanwalt fordert lebenslange Haft - DER SPIEGEL
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Brandstifter-Prozess Staatsanwalt fordert lebenslange Haft

Weil er mit seinem Leben unzufrieden war, wurde ein Jülicher Feuerwehrmann zum Brandstifter. Einer seiner Brände tötete sechs Menschen. Jetzt soll der ehemalige Lebensretter nach dem Willen der Anklage lebenslang hinter Gitter.
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Aachen - Der 32-Jährige habe bei der Brandstiftung in einem Jülicher Wohnhaus den Tod der sechs Menschen in Kauf genommen, sagte Staatsanwalt Ralf Bücker in seinem Plädoyer. Nach Ansicht Bückers hat der Angeklagte heimtückisch gehandelt und ist der schweren Brandstiftung in Tateinheit mit Mord schuldig. Mit Blick auf die Familien der Opfer sagte Bücker: "Wo man hinsieht, Leid und Trauer auf allen Seiten."

Bei dem Brand vor acht Monaten waren eine fünfköpfige Familie und eine 82 Jahre alte Frau erstickt. Den Ermittlern hat der Angeklagte Andreas W. inzwischen gestanden, noch sieben weitere Brände gelegt zu haben, bei denen allerdings keine Menschen zu Schaden kamen.

Die Nebenklage, die Angehörige der Opfer vertritt, forderte eine lebenslange Freiheitsstrafe und zudem die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld. Damit wäre eine vorzeitige Haftentlassung erschwert.

Der Verteidiger plädierte dagegen auf schwere Brandstiftung mit Todesfolge und forderte 15 Jahre Haft. Anwalt Ulrich Kahlenborn sagte, sein Mandant habe nicht vorsätzlich, sondern fahrlässig gehandelt. Das Urteil wird für den kommenden Donnerstag erwartet.