Brandstiftung Völler voller Furcht
Leverkusen - "Ich habe schon ein mulmiges Gefühl", sagte Völler gegenüber der "Bild"-Zeitung. "Ich bin kein Angsthase, aber da war jemand im Haus - die Intimsphäre ist verletzt." Bislang war ein technischer Effekt als Auslöser des Brandes vermutet worden. Doch gestern teilte das Landeskriminalamt Düsseldorf mit, dass Brandstifter das Feuer in der Völler-Villa gelegt hatten.
"An diese These habe ich nie so recht geglaubt", sagte der DFB-Teamchef. "Wir müssen uns über Sicherheitsmaßnahmen Gedanken machen." Ob künftig Bodyguards oder spezielle Sicherheitsfirmen sein Anwesen bewachen werden, wollte er aber nicht verraten. "Es wird etwas passieren. Es geht wohl nicht anders."
Zwei Spaziergänger hatten das Feuer in der Nacht zum zweiten Weihnachtsfeiertag entdeckt. Als die Feuerwehr eintraf, stand der Dachstuhl des Hauses bereits in Flammen. 50 Feuerwehrleute brauchten knapp vier Stunden, um den Brand zu löschen. Erst im Frühjahr 2000 hatte der Ex-Nationalspieler das mehr als hundert Jahre alte klassizistische Gebäude gekauft. Die Renovierungsarbeiten waren noch nicht abgeschlossen. Das Flammenmeer beschädigte das Haus im schicken Leverkusener Stadtteil Lützenkirchen schwer. Der Schaden beläuft sich auf rund 250.000 Euro.
Ursprünglich wollte der DFB-Teamchef zum Jahresbeginn dort einziehen. Wegen der schweren Schäden verzögert sich der Einzug um mehrere Monate. Der Ex-Profi, der seit Juli 2000 Trainer der deutschen Fußball-Nationalmannschaft ist, besitzt noch mehrere Immobilien.