Brannenburg: Vater des Attentäters festgenommen - DER SPIEGEL
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Brannenburg Vater des Attentäters festgenommen

Der Vater des 16-Jährigen, der den Internatsleiter im bayerischen Brannenburg niedergeschossen hat, ist festgenommen worden. Aus seinem Waffenarsenal stammte die Tatwaffe. Der wütende Schüler hatte genug Munition, um ein Blutbad anzurichten.
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Brannenburg - Gegen den Vater des jugendlichen Täters wurde Haftantrag gestellt. Die Polizei fand bei einer Durchsuchung des väterlichen Hauses rund 50 Waffen und dazugehörige Munition. Der Sohn galt in der Schule als "verhaltensauffällig" und war im Januar bei einer Schlägerei in Rosenheim aufgefallen.

Mit einer großkalibrigen Pistole aus dem stattlichen Arsenal seines Vaters, eines Sportschützen, hatte der 16-Jährige aus Bad Aibling am Donnerstag zuerst den Leiter seines Internats mit einem Halsschuss lebensgefährlich verletzt und sich anschließend selbst in den Kopf geschossen. Am Tag zuvor war er wegen Drogengebrauchs von der Schule verwiesen worden.

Der Jugendliche hatte fünf Schüsse aus rund sieben Metern Entfernung abgegeben. Er hatte 100 Schuss Munition für die Tatwaffe, einem "Colt" vom Kaliber 45, sowie eine zweite Pistole bei sich. Nach Angaben des Rosenheimer Polizeidirektors Franz Mayer hätte er ein Blutbad anrichten können.

Zu dem Arsenal in einem verschlossenen Kellerraum gehörten 43 Langwaffen, drei Kurzwaffen, drei Maschinenpistolen, drei Maschinengewehre, eine großkalibrige Pumpgun, 20 Hieb- und Stichwaffen sowie 6500 Schuss Munition. Waffen und Munition waren nicht vorschriftsgemäß getrennt aufbewahrt. Für zwei Maschinengewehre und die Maschinenpistolen hatte der Vater, ein EDV-Unternehmer, keinen Waffenschein.

Opfer und Täter waren noch am Donnerstagabend nach Reanimation mit Rettungshubschraubern in umliegende Krankenhäuser gebracht worden. Sie schweben weiter in Lebensgefahr. Motiv für die Bluttat war nach Polizeiangaben der Verweis von der Schule. Bei einem Drogentest wurde bei dem Schüler der Konsum von Cannabis nachgewiesen.