Tier macht Sachen Akupunktur für Albino-Alligator
Bino hat's schwer: Der Albino-Alligator leidet seit Geburt an Skoliose, sein Rücken schmerzt qualvoll, er kann seine Beine kaum bewegen. Konservative Tiermedizin hat nicht geholfen, inzwischen setzt das Aquarium von São Paulo auf Akupunktur.
Seit 2007 lebt Bino in der brasilianischen Metropole, seit einiger Zeit erhält er spezielle Nadel-Behandlungen. "Die Akupunktur lindert seine Schmerzen", sagt Rafael Gutierrez, ein Biologe des Aquariums. Einmal pro Woche bekommt Bino seine Anwendungen.
Doch bevor es so weit ist, wird Bino sein Maul zugebunden. Dann schleicht sich Tierärztin Daniela Cervaletti von hinten an den Alligator heran und drückt ihm fest die Nadeln entlang der Wirbelsäule in den Rücken - dort, wo sich ein großer Buckel gebildet hat.
Albino-Alligator: Nadelstiche bei Bino
Bino hält während der Prozedur still. Nach 30 Minuten werden die Nadeln wieder entfernt und die Maulsperre gelöst. Der Alligator gleitet zurück ins Wasser.
Akupunktur bei Tieren gibt es schon länger, doch meist werden Haustiere wie Hunde oder Katzen auf diese Art behandelt. Dass Zootiere solche Anwendungen bekommen, ist bislang nicht so weit verbreitet.