Brasilien Angriff der Vampirfledermäuse
Rio de Janeiro - "Wenn die Fledermäuse weiter angreifen, wird es weitere Todesfälle unter Rindern und Haustieren geben", sagte Amiraldo Pinheiro, Leiter der Seuchenforschung im Bundesstaat Para. "Aber wir hoffen, dass keine weiteren Menschen sterben."
Nachdem bei 17 Toten Tollwut als Todesursache nach Feldermausbissen festgestellt wurde, werden laut Pinheiro Bissopfer nun auf den Krankheitserreger behandelt. Fünf weitere Verstorbene hatten entsprechende Symptome gezeigt, waren jedoch ohne Obduktion beigesetzt worden.
In den letzten zwölf Monaten wurden aus der Region Viseu 1130 Angriffe gezählt, in der Region Portel etwa 600.
Die Angreifer sind bloß daumengroß und gelten eigentlich als nicht agressiv, sondern als eher schreckhaft. Zum Blutsaugen fallen sie normalerweise nur große Vögel und Rinder an. Für die Attacken auf Menschen werden Waldrodungen verantwortlich gemacht, die das Zugverhalten der Tiere geändert haben sollen.