Brasilien Scheinbare Auferstehung schockt Friedhofsbesucher
Rio de Janeiro - Rund 200 Friedhofsbesucher waren ob des ungewöhnlichen Zwischenfalls auf dem Friedhof Caju in der Gemeinde Campos, nördlich der Metropole Rio de Janeiro entsetzt. Sie trauten zur Mittagszeit ihren Augen nicht, als sich plötzlich ein Mann aus einer der Grabstätten herausgrub, zu torkeln begann und laut "Hilfe, Hilfe!" rief. "Der Mann war blutüberströmt, sein Gesicht verletzt. Wir sind alle schreiend weggerannt", berichtete eine Augenzeugin. Des Rätsels Lösung: Der "Tote" war das Opfer eines Überfalls.
Der 43-jährige Lastwagenfahrer Pedro da Silva war nach eigenen Angaben in der Nacht zum Montag überfallen worden. Die Täter hätten ihn unter anderem mit einem Schuss in den Unterkiefer verletzt und ihn danach im Friedhof unter einer dünnen Schicht Erde begraben, "weil ich mich tot gestellt hatte". Danach sei er im Grab kraftlos eingeschlafen, erzählt das Opfer. Weil er im Friedhof nach seiner Wiederauferstehung keine Hilfe bekam, schleppte sich der schwer Verletzte mit letzten Kräften zu einem ein Kilometer entfernten Krankenhaus.
Ein skurriles Ereignis anderer Art trug sich unterdessen auf einem Friedhof in England zu. Dort ist David Jones, der örtliche Totengräber, neben einem frisch ausgehobenen Grab zusammengebrochen und gestorben. Die Beerdigung in Brockworth nördlich von Bristol, an der der fast 70-Jährige als Sargträger teilnehmen wollte, musste daraufhin um 20 Minuten verschoben werden. Jones hatte vermutlich einen Herzinfarkt erlitten. Graham Cocks, der Inhaber des Beerdigungsinstitutes, bei dem Jones beschäftigt war, sagte: "Er war ein wunderbarer Mensch, hochangesehen und immer hilfsbereit."