Brautentführung endet mit Polizeigroßeinsatz - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Teurer Scherz Brautentführung endet mit Großeinsatz der Polizei

Vier Männer mit Sturmhauben und Waffen, dazu ein Auto mit Blaulicht - da rief eine Anwohnerin im niedersächsischen Apen die Polizei. Die rückte mit Hubschrauber und zehn Streifenwagen aus und landete bei einer Hochzeitsgesellschaft.
Polizeihubschrauber: Ein Hochzeitsgag löst Großalarm aus
Polizeihubschrauber: Ein Hochzeitsgag löst Großalarm aus

Polizeihubschrauber: Ein Hochzeitsgag löst Großalarm aus

Foto: Patrick Seeger/ dpa
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Eigentlich wollten sie nur die Braut entführen - aber dieser beliebte Hochzeitsgag ging voll nach hinten los, weil die Durchführung zu realistisch war. Vier Männer hatten sich mit Sturmhauben maskiert und ein Blaulicht auf ihren schwarzen BMW gepflanzt. Außerdem dabei: ein gut sortiertes Arsenal an Spielzeugwaffen.

Für eine brave Bürgerin der kleinen Gemeinde Apen im niedersächsischen Ammerland sah das nach einer echten Geiselnahme aus. Sie bekam es mit der Angst zu tun und alarmierte am Samstagmorgen die Polizei.

Die rückte mit zehn Streifenwagen und sogar mit einem Hubschrauber aus und konnte schnell Entwarnung geben: Alles nur ein Scherz, die Männer waren die Tradition, kurz vor der Hochzeit die Braut entführen, mit zu viel Liebe zum Detail angegangen.

"Das sah alles wirklich täuschend echt aus", sagte ein Polizeisprecher in Westerstede. Der Scherz könnte für die Männer allerdings teuer werden - die Polizei prüft, ob sie ihnen zumindest einen Teil der Einsatzkosten in Rechnung stellen wird.

abl/dpa

Mehr lesen über