Bremerhaven: Flugzeug stürzt in die Weser - DER SPIEGEL
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Bremerhaven Flugzeug stürzt in die Weser

In der Nähe von Bremerhaven ist ein zweimotoriges Verkehrsflugzeug in die Weser gestürzt. Wahrscheinlich kamen dabei acht der neun Insassen ums Leben.
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Bremerhaven - Die Polizei teilte am Abend mit, zwei zusammen mit einer Frau lebend aus dem Fluss geborgene Männer seien ihren Verletzungen erlegen. Der Zustand der Frau sei kritisch. Die Suche nach den sechs Vermissten gestaltete sich angesichts der starken Strömung in der etwa einen Kilometer breiten Wesermündung als schwierig. Es gebe wenig Hoffnung, in dem drei Grad kalten Wasser noch Überlebende zu finden, hieß es bei Feuerwehr und Seenotleitzentrale: "Das sieht sehr schlecht aus."

Die mit dem Piloten und acht Passagieren besetzte Maschine vom Typ "British Norman Island" war kurz nach 10.00 Uhr vom Flughafen Bremerhaven-Luneort zur Nordseeinsel Wangerooge gestartet und wenige Minuten später in die Weser gestürzt und gesunken. Vor dem Unglück hätten weder ein Knall noch Rauch oder Feuer auf Probleme hingewiesen, sagte ein Augenzeuge.

Bei der sofort eingeleiteten Rettungsaktion, an der sich sieben Schiffe und zwei Hubschrauber beteiligten, habe ein Peilboot in etwa 16 Metern Tiefe einen Gegenstand entdeckt, hieß es weiter. Die Absuche der Stelle durch 15 Taucher habe jedoch am Nachmittag ergeben, dass das Flugzeug dort nicht liege. Die Suchaktion ging auch nach Einbruch der Dunkelheit weiter. Daran beteiligt war nach Angaben der Feuerwehr auch eine mit Sonargeräten und Suchhunden ausgerüstete schnelle Einsatzstaffel aus Hannover.

Unmittelbar nach dem Absturz hatten die Wasserschutzpolizei und ein Seenotrettungskreuzer drei Menschen lebend aus der Weser geborgen. Einer der beiden Männer sei unmittelbar darauf an Land, der zweite einige Stunden später in einem Bremer Krankenhaus gestorben.