Bretagne: Chemie-Tanker in Seenot - DER SPIEGEL
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Bretagne Chemie-Tanker in Seenot

Ein mit hoch giftigen Chemikalien beladener Tanker ist bei stürmischer See vor der bretonischen Küste in Seenot geraten. Ein Krisenstab wurde eingerichtet. Erst im Dezember hatte eine Tanker-Havarie über 100 Kilometer der Küste mit Öl verpestet.
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Brest - Die 14 Besatzungsmitglieder konnten von einem Helikopter gerettet werden. Ein Krisenstab wurde eingerichtet. Momentan befindet sich ein Schlepper auf dem Weg zur Unglücksstelle etwa 70 Seemeilen vor der Küste.

Der aus dem britischen Fawley ausgelaufene italienische Tanker "Ievoli Sun" mit 6000 Tonnen Chemikalien an Bord hatte nach Angaben des Schifffahrtsamtes ein Leck. Nähere Angaben über die Art der Ladung wurden nicht bekannt. Das Wasser in der Nähe des Tankers sei bereits leicht verschmutzt. Ursache des Unglücks dürfte der starke Sturm vor der Küste mit Spitzengeschwindigkeiten von 176 Kilometern in der Stunde sein.

Erst am 12. Dezember war ein Tanker des Ölkonzerns TotalFinaElf rund 70 Kilometer vor der bretonischen Südküste in zwei Teile zerbrochen, 16.000 Tonnen Öl flossen aus und verpesteten ein Küstengebiet auf einer Länge von 120 Kilometern. Mit dem Abpumpen des Öls aus dem Wrack wurde dieser Tage begonnen. Der Tourismus hat sich noch nicht von der Katastrophe erholt.

Wegen des Sturms wurden am Vormittag die Flugverbindungen vom Flughafen Roissy vorübergehend eingestellt. Die Verbindungen vom zweiten Pariser Flughafen Orly wurden stark eingeschränkt. Auch der Eurostar-Bahnverkehr durch den Euro-Tunnel nach Großbritannien wurde wegen der Gefahr herabstürzender Bäume auf die Gleise vorübergehend eingestellt. An der Nordwestküste Frankreichs sind 14.000 Haushalte von Stromausfällen betroffen. Zwei Autofahrer kamen durch umstürzende Bäume ums Leben.