Britischer Kannibale: "Appetit aufs Töten" - DER SPIEGEL
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Britischer Kannibale "Appetit aufs Töten"

Ein Brite, der von den Medien "Der Kannibale" genannt wird, hat sich schuldig bekannt, zwei Männer getötet zu haben. Vor dem Strafgericht Old Bailey in London gestand der 35-jährige Peter Bryan, die Leiche eines seiner Opfer zerhackt, dessen Gehirn gekocht und anschließend gegessen zu haben.
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London - Bryan bekannte sich aber nicht des Mordes, sondern nur des Totschlags für schuldig. Der Staatsanwalt akzeptierte dies mit der Begründung, dass der Angeklagte psychisch gestört sei. Er beschrieb ihn als "äußerst gefährlich". Bryan habe einen "Appetit aufs Töten" entwickelt und einen "tief sitzenden Wunsch, seine Opfer zu essen". Vor Gericht wurde Bryan von vier Pflegern aus der Psychiatrie und einem Polizisten begleitet.

Bryan hatte 1993 bereits eine 20 Jahre alte Verkäuferin in London mit einem Hammer erschlagen und war dafür in eine psychiatrische Klinik eingewiesen worden. 2001 wurde er entlassen. Die Gesundheitsbehörden überprüften ihn regelmäßig und bescheinigten ihm eine "fortgesetzte Verbesserung seines Geisteszustands". Doch im vergangenen Jahr besuchte Bryan einen 43-jährigen Freund in London und tötete ihn. Nachbarn hörten Schreie und verständigten die Polizei.

Als die Polizisten eintrafen, machte sich Bryan gerade daran, sein zerlegtes Opfer zu verspeisen. Er wurde nach dieser Tat wieder in die Psychiatrie eingeliefert. Dort brachte er einen 59-jährigen anderen Insassen um. Nun droht ihm lebenslange Einzelhaft.