BSE-Verdacht USA lassen 450 Kälber schlachten
Washington - Eines der Tiere wurde von einer BSE-infizierten Kuh zur Welt gebracht. Es ist nicht auszuschließen, dass sich das Jungtier bei der Mutter angesteckt hat. Nach Angaben der Behörden wurde das Kalb nach der Geburt nicht markiert und ist nun in der Herde nicht mehr aufzufinden. Auch ein BSE-Test würde zu diesem Zeitpunkt eine Infektion nicht nachweisen können, da die Inkubationszeit bis zu fünf Jahre beträgt. Deshalb müssen jetzt alle Tiere getötet werden.
Die 450 Kälber sollen noch in dieser Woche geschlachtet werden, teilte der Chefveterinär des amerikanischen Landwirtschaftsministeriums, Ron DeHaven, mit. Die Vorsichtsmaßnahme sei gut, um bei Verbrauchern Vertrauen zu erwecken, erklärte Mary Beth Lang, Sprecherin des Ministeriums. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich das betroffene Kalb bei der Mutter angesteckt habe, sei sehr gering, die Maßnahme übervorsichtig.
Die zum Schlachten verurteilte Herde ist eine von dreien, die mit dem Muttertier in Berührung gekommen ist und deshalb unter Quarantäne gestellt wurden. Das Muttertier, eine sechs Jahre alte Holsteiner Milchkuh, wurde im Jahr 2001 von Kanada in die USA gebracht.