Burma: Schweres Erdbeben beschädigt Tempel von Bagan - DER SPIEGEL
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Erdbeben in Burma: Tempel in Staubwolken

Foto: SOE MOE AUNG/ AFP

Burma Schweres Erdbeben beschädigt Tempel von Bagan

Ein schweres Erdbeben hat Burma erschüttert. Auch die Touristenstadt Bagan und ihre Tempelanlagen sind von dem Beben betroffen. Mindestens vier Menschen sollen gestorben sein.
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Ein Erdbeben hat das Zentrum Burmas erschüttert. Nach Angaben des Ministeriums für Sozialfürsorge starben mindestens vier Menschen, unter ihnen auch zwei Mädchen im Alter von sieben und 15 Jahren. Bei dem Beben wurden laut Polizei auch mehrere buddhistische Tempel in der berühmten Stadt Bagan beschädigt.

In einigen Fällen gebe es an Pagoden in der historischen Königsstadt "ernsthafte" Schäden. Die Tempelebene rund 650 Kilometer nördlich der Hafenstadt Rangun ist die bedeutendste Touristenattraktion des Landes. Mindestens 94 der jahrhundertealten Pagoden seien beschädigt worden, erklärte das Ministerium für Religion und Kultur.

Auch das Parlamentsgebäude in der Hauptstadt Naypyitaw sei zu Schaden gekommen, berichtete das Nachrichtenmagazin "Mizzima". "Zuerst haben wir uns unter den Tischen versteckt. Als der Boden zum zweiten Mal bebte, sind wir alle nach draußen gelaufen. Wir hatten furchtbare Angst", sagte Susanna Hla Hla Soe, Abgeordnete der Nationalen Liga für Demokratie (NLD), dem Magazin.

Das Erdbeben um etwa 12.35 Uhr hatte nach Angaben des Geophysischen Instituts Potsdam eine Stärke von 7,0 und lag in 91 Kilometern Tiefe. Die US-Erdbebenwarte USGS sprach von 6,8 und einer Tiefe von 84,1 Kilometern. Das Zentrum liege 25 Kilometer westlich der Stadt Chauk im mittleren Teil des südostasiatischen Landes, einige hundert Kilometer nordwestlich von Naypyidaw.

Erdbeben kommen in Burma verhältnismäßig häufig vor, meist verlaufen sie aber glimpflich. Die jetzigen Erdstöße waren noch in der indischen Stadt Kalkutta sowie in Thailands Hauptstadt Bangkok zu spüren, wo Wolkenkratzer ins Schwanken gerieten.

cnn/Reuters/dpa/AP