Buschbrände in Florida: Hunderte fliehen vor den Flammen - DER SPIEGEL
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Buschbrände in Florida Hunderte fliehen vor den Flammen

Heftige Wald- und Buschbrände haben im US-Bundesstaat Florida Hunderte Menschen in die Flucht getrieben. Die Flammen fraßen sich durch Tausende Hektar Land und beschädigten Dutzende Häuser.
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Palm Bay - Die Verzweiflung im Südosten der USA ist groß: Weil Wind und Trockenheit die Feuer immer weiter anfachen, ist die Gegend von Daytona Beach bereits zum Katastrophengebiet erklärt worden. Hier verbrannten bis Montagnachmittag 320 Hektar Land.

Insgesamt mussten im "Sunshine State" bereits mehr als 500 Familien ihre Häuser verlassen, fast 20 Schulen wurden vorsorglich geschlossen. Ein 55 Kilometer langes Stück der Autobahn Interstate 95 wurde gesperrt, und auch der Highway 1 wurde in dem Gebiet geschlossen.

"Jedesmal, wenn ich mich umdrehe, steht ein weiteres Haus in Flammen", sagte Yvonne Martinez, Sprecherin des südöstlich von Orlando gelegenen Palm Bay. "Wir haben einfach nicht die Möglichkeiten, eine Aufgabe wie diese zu bewältigen." In Palm Bay im Bezirk Brevard vernichteten die Flammen etwa 14 Quadratkilometer Land. Alle 18 Schulen des Landkreises wurden geschlossen. Im nahe gelegenen Malabar brannten 1200 Hektar Land. Mindestens vier Häuser wurden zerstört.

Die Menschen besprengten ihre Häuser aus Gartenschläuchen, um sie vor dem Feuer zu schützen. "Die Flammen springen von einem Haus zum nächsten", berichtete ein Reporter des US-Fernsehsenders CNN. Die Arbeit der Feuerwehr werde erschwert, weil es keine klare Feuerfront gebe, sondern viele vereinzelte Brandherde.

Zwei Feuerwehrleute erlitten bei der Brandbekämpfung leichte Verletzungen. Bei mindestens einem der Feuer vermuteten die Behörden Brandstiftung als Ursache.

Meteorologen weckten allerdings Hoffnungen auf eine Entspannung der Lage, weil die Winde in den nächsten Tagen etwas abflauen sollen.

ala/AP/dpa