Buschfeuer: Australierin gibt Tod ihres Vaters vor - DER SPIEGEL
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Buschfeuer Australierin gibt Tod ihres Vaters vor

Ein australischer Politiker nennt Menschen wie sie "Geier": Um von den Nothilfefonds der Regierung zu profitieren, hat eine 31-Jährige laut Polizei den Tod ihres Vaters bei den verheerenden Buschfeuern vorgetäuscht. Nun drohen der Frau bis zu zehn Jahre Haft.
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Sydney - Die 31-Jährige beantragte 10.000 australische Dollar (5100 Euro) aus einem Hilfsfonds, weil ihr Vater angeblich in den Flammen ums Leben kam. Zudem kassierte sie umgerechnet 2500 Euro Beihilfe zur Bestattung. Überprüfungen ergaben jedoch, dass die Frau überhaupt nicht mit dem Verstorbenen verwandt war, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Die Australierin wurde wegen arglistiger Täuschung angeklagt, ihr drohen bis zu zehn Jahre Gefängnis.

Der Premierminister des von den Flammen verwüsteten Bundesstaates Victoria warnte unterdessen vor "Geiern", die ihren Vorteil aus der Katastrophe ziehen wollten. Windige Immobilienhaie versuchten, den von den Bränden betroffenen Menschen ihren Grund und Boden jetzt billig abzuluchsen, sagte Premier John Brumby.

Bei den Buschfeuern waren nach jüngsten Angaben mindestens 209 Menschen ums Leben gekommen und mehr als 1800 Wohnhäuser niedergebrannt. 10.000 Menschen verloren ihr Zuhause.

Die Feuerwehren befanden sich am Freitag erneut in erhöhter Alarmbereitschaft. Große Hitze, nördliche Winde und drohende Gewitter mit Blitzen könnten am Wochenende neue Buschbrände entfachen, warnte ein Sprecher des Umweltministeriums.

jdl/AFP