Australien: Waldbrände lodern nahe Perth
Buschfeuer Waldbrände lodern in Westaustralien
Perth - kommt nicht zur Ruhe: Nach heftigen Überschwemmungen und wüten nun Waldbrände nahe der Stadt Perth. Bereits 42 Häuser sind am Rande von Roleystone und der nahe gelegenen Gemeinde Kelmscott in Flammen aufgegangen. Bis zum Montagmorgen (Ortszeit) wurden laut Behördenangaben weitere 19 Gebäude beschädigt. Im Süden und Osten von Perth wurden bereits 1600 Hektar Wald zerstört.
Während der Löscharbeiten, bei denen 200 Feuerwehrleute im Einsatz waren, verletzte sich eine Feuerwehrfrau. Außerdem würden etliche Menschen mit Rauchvergiftungen behandelt, hieß es. Unterdessen ordnete die Feuer- und Notfallbehörde FESA die Evakuierung Dutzender von den Flammen bedrohter Häuser an. Die Betroffenen fanden Unterschlupf in einer Turnhalle. Mehrere Hausbesitzer wurden festgenommen, nachdem sie versucht hatten, zu ihren Häusern zurückzukehren und diese zu schützen.
Trockenheit und Wind, der die Flammen in dem felsigen Gelände immer wieder anfachte, erschwerten die Löscharbeiten enorm. Der Einsatz von Fahrzeugen sei ebenfalls schwierig, da der Brand an einem Steilhang wüte, so FESA-Sprecher Rick Tyler. "Es ist viel einfacher, es aus der Luft zu bekämpfen als vom Boden aus." Aus diesem Grund waren sechs Löschhubschrauber gegen die Flammen im Einsatz.
Im Distrikt Swan Valley konnten die Rettungskräfte den Brand unter Kontrolle bringen. Rund hundert Menschen waren dort evakuiert worden, als das Feuer Samstagnacht ausbrach.
Die Waldbrände sind bereits die dritte Naturkatastrophe in Australien binnen kurzer Zeit: Erst in der vergangenen Woche war Zyklon "Yasi" mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 300 Kilometern pro Stunde über den Südosten des Landes hinweggefegt und richtete dreistellige Millionenschäden an. Zu Beginn des Jahres starben im Bundesstaat Queensland 35 Menschen infolge schwerer Überschwemmungen. 30.000 Häuser wurden beschädigt, das Schienennetz teilweise zerstört und zahlreiche Bergwerke überflutet.