Cameron Diaz' Topless-Bilder Fotograf muss in Knast
Los Angeles - Rutter hatte die Bilder von der damals 19-Jährigen vor ihrem Durchbruch zum Hollywood-Star gemacht. Im Juli war er der Fälschung, versuchten schweren Raubs und Meineids für schuldig befunden worden. Bei der Verkündung des Strafmaßes wiederholte der 43-Jährige gestern, dass er nichts Verbotenes getan habe.
Rutter hatte von der 32-jährigen Schauspielerin für die Nicht-Veröffentlichung der Fotos 3,5 Millionen Dollar verlangt. Der Schuldspruch gegen den Fotografen wurde bereits im Juli von einem Geschworenengericht verhängt, Richter Pastor musste nur noch das Strafmaß festsetzen.
Diaz hatte vor den Geschworenen ausgesagt, der Fotograf habe ihre Unterschrift unter einer Einverständniserklärung zur Veröffentlichung der Fotos gefälscht. Mit dem Schreiben habe der Fotograf sie dann zu erpressen versucht. Nach Darstellung des Staatsanwalts hatte Rutter mit der Erpressung gezielt gewartet, bis Diaz ein Star wurde und im Jahr 2003 durch die Kinofassung der Fernsehserie "Drei Engel für Charlie" in allen Medien präsent war.
Diaz hatte ausgesagt, dass Rutter ihr damit gedroht habe, die Käufer der Fotos würden sie als "bösen Engel" in großen Anzeigen und auf Bus- und Plakatwerbung darstellen. Da er die Käufer nicht benennen konnte, habe sie Erpressung vermutet und die Polizei eingeschaltet. In dem Rechtsstreit hatte der Fotograf eingeräumt, dass die Unterschrift von Diaz unter eine Erlaubnis zur Veröffentlichung gefälscht sei. Er habe damit aber nichts zu tun.
Die Unterschriften auf den Formularen, die ihm die Rechte an den Fotos einräumten, habe stets ein Assistent eingeholt. Der Richter lehnte seinen Antrag auf Bewährung ab. Außerdem ist es Rutter verboten, die Fotos und ein Videoband von dem Fototermin zu veröffentlichen.