Chemiealtlasten Kommt jetzt die Giftwelle?
Die Gefahr, die durch die Überflutung der Chemiewerke in Bitterfeld drohte, scheint gebannt. Doch in Tschechien könnten die Industrieanlagen zur Bedrohung werden.
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In Tschechien hat die Moldau in der Nacht eine Chemiefabrik rund 60 Kilometer von Prag entfernt überschwemmt. Befürchtet wird, dass dabei giftige Stoffe in den Strom gelangen könnten. Nach Angaben von Bundesumweltminister Jürgen Trittin lagerten auf dem Gelände rund 250.000 Kilogramm Quecksilberverbindungen.
Die Altlasten würden durch einen fabrikeigenen Damm geschützt, der nach Angaben der tschechischen Behörden noch nicht überschritten wurde. Die Stoffe könnten auch für Deutschland eine Gefahr bedeuten, wenn sie ausgeschwemmt würden, sagte der Minister. Trittin sprach sich "gegen Schwarzmalerei" aus. Er werde mit seinen sächsischen und tschechischen Kollegen über Vorsorgemaßnahmen beraten. Oberstes Gebot sei jetzt: "Wir müssen helfen."