Cherie Blair Mutter des Ex-Kindermädchens verklagt
London - Ein Sprecher von Downing Street 10 bestätigte, Cherie Blair, 45, habe bei Gericht beantragt, eine bestehende Schweige-Anordnung gegen ein früheres Kindermädchen auch auf deren Mutter auszuweiten.
Im April hatte Cherie Blair gegen das ehemalige Kindermädchen Ros Mark eine Einstweilige Anordnung erwirkt, mit der diesem die Veröffentlichung eines Buches über ihre Zeit in Diensten der Blairs untersagt wurde. Mit dem Antrag auf Ausweitung der Anordnung soll nun auch die Mutter des Kindermädchens, Margaret Mark, daran gehindert werden, sich jemals über das Familienleben der Blairs zu äußern. Vorsorglich machte Cherie Blair eine Forderung von 15.000 Pfund (48.000 Mark) Schadenersatz geltend. Ein Bruder des Kindermädchens hat bereits eine Schweigererklärung unterschrieben, zu der auch Ros Mark vom Gericht verpflichtet worden war.
Der Anwalt von Margaret Marks, David Price, sagte, sie sei "verärgert über die drakonische Vertraulichkeitserklärung", die ihr abverlangt werde. Sie sehe ihr Rechte auf Meinungsäußerung gemäß der Europäischen Menschenrechtskonvention beeinträchtigt. Das linksliberale Blatt "The Guardian" schrieb, ein Prozess werde möglicherweise für die Blairs peinlich: Cherie Blair spezialisiert sich in ihrer neuen Anwaltskanzlei auf Verletzungen der Europäischen Menschenrechtskonvention.