Chicago 25 Verletzte bei Hochhausbrand
Chicago - Der Brand war gestern gegen 6.30 Uhr Ortszeit im 29. Stock des LaSalle-Bankgebäudes im Finanzdistrikt der US-Metropole ausgebrochen, berichtet CNN in Berufung auf die Behörden. Bis zum späten Abend hätten die Flammen das 30. Stockwerk erreicht, hieß es. Obwohl ein Drittel der gesamten verfügbaren Feuerwehr in Chicago im Einsatz war, gelang es den Löschtruppen erst nach Stunden, das Feuer unter Kontrolle zu bringen.
Feuerwehrmänner durchsuchten das 44-stöckige Art-déco-Gebäude nach eventuell Eingeschlossenen oder noch in Büros befindlichen Menschen. Zwölf Feuerwehrmänner wurden bei dem Einsatz verletzt. Wie ein Sprecher der Feuerwehr, Larry Langford, mitteilte, litten die meisten Opfer unter Rauchvergiftungen. Jim Rubens befand sich mit Kollegen in seinem Büro im 36. Stock, als Rettungskräfte seine Gruppe erreichten und sie anwiesen, das Gebäude über das Treppenhaus zu verlassen. "Sämtliche Stockwerke waren voller Rauch", so der Augenzeuge. Sein Gesicht und Bart seien mit Ruß bedeckt gewesen. Der Qualm sei über die Luftschächte gekommen, sagte Rubens gegenüber CNN.
Ein Sprecher der LaSalle-Bank sagte gegenüber dem britischen "Guardian", dass etwa 3000 Menschen in dem Gebäude arbeiten. Die Mehrzahl von ihnen befände sich zu normalen Geschäftszeiten in dem Hochhaus, es gebe jedoch auch Abteilungen, die rund um die Uhr arbeiteten.
Über die Brandursache ist bisher nichts bekannt. Bereits im Oktober vergangenen Jahres hatte ein Hochhausbrand in Chicago sechs Menschen das Leben gekostet. Eine Untersuchung kam zu dem Ergebnis, dass die Installation von Sprinkleranlagen und Feuerschutztüren den Tod der Menschen wahrscheinlich verhindert hätten. Das gestern in Brand geratene Hochhaus wurde bereits vor 70 Jahren gebaut. CNN zufolge war das Gebäude nicht mit Sprinkleranlagen ausgestattet.