Chile Siamesischer Zwilling stirbt nach Operation
Operation siamesischer Zwillinge in Chile: Zehn Monate altes Baby nach Eingriff gestorben
Foto: AP/ Luis Calvo Mackenna HospitalSantiago de Chile - Mehr als 25 Ärzte hatten die siamesischen Zwillinge Maria José und Maria Paz am vergangenen Dienstag in einer 20-stündigen Operation voneinander getrennt. Obwohl die beiden zehn Monate alten Mädchen aus Chile bei dem Eingriff viel Blut verloren, sei ihr Zustand zunächst stabil gewesen, hatte Francisco Ossandón, der Leiter des Ärzteteams im Luis-Calvo-Mackenna-Krankenhaus gesagt.
Doch nun ist eines der beiden Mädchen gestorben. Maria José sei Sonntagnacht einem allgemeinen Organversagen erlegen, sagte Krankenhausdirektor Osvaldo Artaza. Den Zustand ihrer Schwester Maria Paz bezeichnete er als "hoffnungsvoll". Die Babys waren an Brustkorb, Unterleib und Becken zusammengewachsen. Für Maria José bestand wegen ihrer Herzprobleme ein größeres Gesundheitsrisiko. So war sie in den vergangenen Tagen bereits dreimal wiederbelebt worden.
Klinikdirektor Artaza hatte vor der Operation gesagt, mit Blick auf die Lebensqualität und Lebenserwartung der Kinder gebe es "keine andere Wahl", als zu operieren. Zwar bestehe das Risiko, dass die Zwillinge bei dem Eingriff sterben. Eine erfolgreiche Operation könne ihnen aber die Chance auf ein normales Leben bieten.